Klimaerwärmung bis 2100 Klimaerwärmung durch Braunkohle

Braunkohlekraftwerk Lippendorf mit Solarpark bei Leipzig
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Noch gehört die Produktion von Strom aus Braunkohle zu den größten Quellen für das Treibhausgas CO2. Laut Umweltbundesamt waren Stromproduzenten im Jahr 2016 allein für 84,9 Prozent der Kohlenstoffdioxidemissionen Deutschlands verantwortlich. Die Hälfte davon stammte aus Braunkohlekraftwerken. Sie bliesen 153 Millionen Tonnen CO2 in die Luft.

Deutschland will deshalb bis 2038 aus der Stromversorgung mit Kohle aussteigen. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Ausstieg aus der Braunkohle. Bei ihrer Verbrennung wird viel mehr CO2 frei, als bei anderen fossilen Energieträgern. Pro Megawattstunde entsteht rund eine Tonne, bei Erdgas sind es lediglich 350 Kilogramm.

Das größte deutsche Braunkohlerevier liegt im Rheinland in Nordrhein-Westfalen. Laut Umweltbundesamt wurden hier 2016 rund 91 Millionen Tonnen gefördert, das entspricht etwa 53 Prozent der Gesamtmenge. Hier sollen die ersten Kraftwerke bereits Ende 2020 vom Netz genommen werden.

In der Lausitz beginnt der Ausstieg erst 2025, wenn die ersten Blöcke in Jänschwalde auf Bereitschaft umgestellt werden. 2016 wurden in den dortigen Tagebauen noch 62 Millionen Tonnen beziehungsweise 36 Prozent aller geförderten Braunkohlen gewonnen. Und im mitteldeutschen Revier südlich von Leipzig waren es 18 Millionen Tonnen oder zehn Prozent. Dort sollen die Kraftwerke Schkopau und Lippendorf 2034 beziehungsweise 2035 abgeschaltet werden.

Viele Beschäftigte in den Tagebauen und Kraftwerken haben Angst davor, arbeitslos zu werden. Die Bedeutung ihres Sektors für die Beschäftigung insgesamt sinkt allerdings rasch. Schon heute arbeiten laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) etwas weniger als 10.000 Menschen in Mitteldeutschland in Jobs, die mit der Braunkohle zusammenhängen. Hingegen gibt es inzwischen allein in Sachsen-Anhalt 24.850 Arbeitsplätze in der Stromerzeugung mit Windrädern, Solarzellen und Biogasanlagen, so die Agentur für Erneuerbare Energien.

Zuletzt aktualisiert: 05. Februar 2020, 19:15 Uhr