Elbehochwasser 2002 Wie Dresden in der Flut versank

Dresdner Stadtteil Laubegast an der Elbe steht während der Jahrhundertflut unter Wasser.
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Eine sogenannte Fünf-B-Wetterlage führt im August 2002 zur Naturkatastrophe: Das Sturmtief Ilse hat sich über dem Mittelmeer mit Wasser vollgesogen und zieht nordostwärts über die Alpen in Richtung Tschechien und Erzgebirge. Tagelange Regenfälle über Italien, Österreich und Tschechien lassen zahlreiche Gebirgsbäche mächtig anschwellen.

In Sachsen treten zunächst die Nebenflüsse der Elbe über ihre Ufer. Die Weißeritz führt am 12. August bereits das Hundertfache ihrer üblichen Wassermenge, die Talsperren Malter, Klingenberg und Lehnmühle laufen über.

In Dresden werden am 13. August zunächst die Friedrichstadt der Hauptbahnhof, die Semperoper, der Zwinger und der Landtag überflutet. Das Wasser steigt kontinuierlich weiter und erreicht am 18. August um 7 Uhr mit 9,40 Metern seinen Höchststand. Normal sind hier knapp unter zwei Meter.

Das öffentliche Leben kommt in Dresden weitgehend zum Erliegen. Aus der überspülten Kläranlage laufen die Abwässer ungeklärt in die Elbe. Nach Behördenangaben entsteht durch die Flut ein Schaden von insgesamt 6,2 Milliarden Euro. 21 Menschen sterben.