Mann mit Clownsnase, Frau und Kind
Bildrechte: imago/Westend61

Die Nase als Lügendetektor Pinocchio-Effekt: Lügen machen dicke Nasen

In der Weihnachtszeit wird in Haushalten mit (kleinen) Kindern gelogen, dass sich die Balken biegen. Dabei könnte man den Eltern tatsächlich an der Nasenspitze ansehen, dass sie schummeln - ihre Nasen verraten sie im Moment der Lüge.

Mann mit Clownsnase, Frau und Kind
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Beim Lügen werden Nasen größer: Psychologen der Universität im spanischen Granada haben mit Wärmebildkameras den Zusammenhang von Gefühlen und der Körpertemperatur erforscht. Dabei fiel auf: Sagte ein Proband nicht die Wahrheit, wurde es rund um seine Nase und die inneren Augenwinkel wärmer und das Gewebe schwoll dadurch ganz leicht an. Je ehrlicher eine Person, desto weniger veränderte sich die Temperatur der Nase. Für diese Bestätigung untersuchte das Team um Psychologin Elvira Salazar López zur gleichen Zeit die Aktivität des Cortex insularis, der Inselrinde. Diese Hirnregion, so vermuten Forscher, ist besonders aktiv, wenn wir Dinge als "wahr" oder "echt" empfinden.

Verräterisch: Der Griff an die Nase

Eine weitere Erklärung fanden Forscher der Universität Illinois:  Sie analysierten die Aussage von Bill Clinton zur Lewinsky-Affäre. Dabei griff sich der ehemalige amerikanische Präsident 26 Mal an die Nase - und verriet damit, dass er nicht die Wahrheit sagte. Beim Lügen steht der Körper unter Stress und setzt Hormone frei, die die Schleimhaut in der Nase anschwellen lassen, erklären die Psychiater Alan Hirsch und Charles Wolf. Außerdem steigt der Puls, die Nase wird stärker durchblutet. Sie fängt an zu jucken und wächst…

Dieses Thema im Programm: MDR Fernsehen | MDR um 11 | 20. Dezember 2018 | 11:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2018, 08:00 Uhr