Astronomie Sternschnuppen: Hinter den Wolken... die Leoniden

War das nun eine Sternschnuppe oder nicht? Eine Frage, die man sich heute beim Blick den Nachthimmel häufiger stellen könnte, wenn das Wetter mitspielt. Denn die Leoniden aus dem Sternbild Löwe sind extrem schnell unterwegs.

Meteoritenschauer der Leoniden über Iranischer Karawanserei, 1999
Ein Bild aus einer besseren Leonidennacht am 18. November 1999. Diese Aufnahme wurde in der Karawanserei Deh- Nahmak im Iran gemacht. Bildrechte: imago/Leemage

Sie flitzen mit 74 Kilometern pro Sekunde über den Nachthimmel - wer heute Abend die Leoniden sehen will, muss gut hinschauen, denn die sind rasend schnell. Beim Zählen wird man sich abends aber nicht überschlagen müssen, denn der Höhepunkt des Asteroidenschauers ist am Tag längst vorbeigefunkelt - nämlich in der Mittagszeit.

Da leuchtet der Mond mal nicht, verhängen Wolken die Sicht...

Meteoritenschauer der Leoniden über Greenwich auf einer Postkarte
Auch in England faszinierte das Schauspiel die Menschen. 1866 hielt Malerin Agnes Giberne den Leonidenschauer über Greenwich in einem Ölgemälde fest. Bildrechte: imago/United Archives International

Trotzdem sind in der Nacht zum 18. November theoretisch noch vereinzelt ein paar Sternschnuppen zu sehen, zwischen zehn und zwanzig Stück pro Stunde, und zwar beim Blick Richtung Nord-Osten. Allerdings sind die Bedingungen heute Nacht alles andere als aussichtsreich. Es ist zwar kein Vollmond, der Mond ist nur bis frühabends als schmale Sichel am Himmel zu sehen. Später ziehen dann aber einfach zu viele Wolken über uns hinweg und verdecken die Sicht aufs Firmament.

Gegen zwei Uhr nachts stehen die Chancen dann noch am besten, und bis um sechs Uhr am Donnerstag kann man versuchen, den einen oder anderen Meteoriten zu sehen. Ganz praktisch guckt man Richtung Sternbild Löwe - die Leoniden scheinen nämlich aus dessen Richtung zu kommen. Noch mehr zu den Leoniden erfahren Sie in unserem Weltraumkalender.

Leoniden in der Kunst
Hier haben Pioniere der Luftfahrt, Henri Giffard und Wilfried de Fonvielle, Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Eindrücke der Leoniden während einer Ballonfahrt festgehalten. Giffard war Ingenieur, Fonvielle Mathematiker. Bildrechte: imago images / United Archives International

(lfw)

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