Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg Zukunft der Parkinson-Forschung: Michael J. Fox unterstützt Magdeburger Institut

Hollywood-Star Michael J. Fox ist einer der prominentesten Parkinson-Patienten – mit seiner Stiftung unterstützt er seit Jahren die Erforschung der Krankheit. Nun erhält das Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg eine Millionen-Förderung.

Michael J. Fox, 2019
Michael J. Fox beim Tribeca-Filmfestival 2019. Bildrechte: Getty Images

Die "Michael J. Fox Foundation" des Schauspielers – bei dem 1991 Parkinson diagnostiziert wurde – und die Forschungsinitiative "Aligning Science Across Parkinson's" (ASAP) gehen dabei eine Kooperation ein, um die neuronalen Schaltkreise der Krankheit ganzheitlich in Körper und Gehirn erforschen zu können. Daran beteiligt ist auch das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) Magdeburg, das 1,5 Millionen Dollar erhält.

Therapien sollen in frühem Krankheitsstadium ansetzen

Am LIN soll künftig erforscht werden, wie die fortschreitende Anhäufung des Pigments Neuromelanin die Fehlfunktionen im Gehirn bei der Parkinson-Krankheit auslöst und die Aktivität verschiedener Gehirnschaltkreise beeinflusst. Eine mögliche Therapie sollte daher auf die verlangsamte Anhäufung oder sogar Verringerung von Neuromelanin hinwirken.

Dr. Matthias Prigge vom Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) Magdeburg.
Dr. Matthias Prigge vom Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) Magdeburg. Bildrechte: LIN

"Uns in Magdeburg beschäftigen vor allem die Schaltkreise in den Untergruppen des Locus coeruleus. Dort wollen wir die molekularen Mechanismen entschlüsseln, die die Aktivität von Hirnschaltkreisen beeinflussen und die mit einer Anfälligkeit für Morbus Parkinson in Verbindung stehen", erklärte der LIN-Neurobiologe Dr. Matthias Prigge. Ziel der Magdeburger Studie sei es besonders, mit einem ganzheitlichen Ansatz neue Therapien zu erforschen, die in einem frühen Stadium des Krankheitsprozesses einsetzen.

cdi

0 Kommentare