Ausgewählte Telemedizin-Projekte in Deutschland

IVENA

Der webbasierte „Interdisziplinäre Versorgungsnachweis“ IVENA unterstützt die überregionale Zusammenarbeit und bietet eine detaillierte Ressourcenübersicht über die stationären Behandlungs- beziehungsweise Versorgungskapazitäten. Es fungiert als Kommunikationsdrehscheibe zwischen den Krankenhäusern, den zentralen Leitstellen für den Rettungsdienst, den Gesundheitsbehörden und anderen medizinischen Diensten, wie dem Ärztlichen Notdienst oder niedergelassenen Ärzten. Von circa 170 hessischen Krankenhäusern sind 120 bereits angeschlossen. Seit Anfang 2010 ist die Anwendung im Echtbetrieb. Sie umfasst die Disposition von Rettungsdienst-Patienten in der Leitstelle, den Versorgungsnachweis/Bettennachweis und die Vorankündigung von Patienten im Krankenhaus.

Teletherapie Stottern

Bei der Online-Variante der Kasseler Stottertherapie handelt es sich um ein computergestütztes Lernprogramm, kombiniert mit einer Face-to-face-Therapie für betroffene Patienten.

„smart medication“

smart medication ist ein Software-Programm für Hämophilie-Patienten, das auf Smartphone, Tablet, iPad, Laptop oder Desktop-Computer mit Internetverbindung verwendet werden kann. Es ersetzt das handschriftlich geführte Behandlungstagebuch und übermittelt die Angaben via Internet direkt an das Hämophilie-Zentrum bzw. einen Arzt.

Teleneuroradiologie

Das Universitätsklinikum Heidelberg hat Ende März 2015 eine telemedizinische Praxis in Hamburg eröffnet, um dort Patienten mit peripheren Nervenschäden ein neues Verfahren der Magnetresonanztomographie anzubieten. Der Ansatz: Der Patient wird von geschulten Medizinisch-Technischen Assistentinnen in der Hamburger Praxis mit dem Hochfeld-MRT-Gerät untersucht, die Bilder werden in Echtzeit vom Spezialisten in Heidelberg befundet. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient findet anschließend per Videokonferenz statt. Über eine sichere Verbindung können dabei externe Spezialisten hinzugeschaltet werden.

SMARTY

An der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums Tübingen wird ein sicheres virtuelles Behandlungszimmer zum Informations- und Datenaustausch erprobt. Die Plattform soll eine zeitnahe Behandlung und schnelle Kommunikation ermöglichen, zu Zeitersparnis für den Arzt führen und lange Warte- und Reisezeiten für die Patienten vermeiden helfen.

docdirect

Per Telefon, Videotelefonie oder Chat bekommen Patienten in den Modellregionen Stuttgart und Tuttlingen kompetente medizinische Fernberatung von niedergelassenen Ärzten