Mission Cosmic Kiss Die Crew 3 hat erfolgreich an die ISS angedockt

Nach dem erfolgreichen Start in der Nacht zum Donnerstag ist die Crew 3 nach rund 20 Stunden Flugzeit an der Internationalen Raumstation angekommen. Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer ist nun einer der jetzt siebenköpfigen Crew auf der ISS.

Das offizielle Porträt der siebenköpfigen Besatzung der Expedition 66. Von links: die NASA-Astronauten Raja Chari und Thomas Marshburn, der ESA-Astronaut Matthias Maurer, die Roscosmos-Kosmonauten Anton Shkaplerov und Pyotr Dubrov sowie die NASA-Astronauten Kayla Barron und Mark Vande Hei.
Das offizielle Porträt der siebenköpfigen Besatzung der Expedition 66. Von links: die NASA-Astronauten Raja Chari und Thomas Marshburn, der ESA-Astronaut Matthias Maurer, die Roscosmos-Kosmonauten Anton Shkaplerov und Pyotr Dubrov sowie die NASA-Astronauten Kayla Barron und Mark Vande Hei. Bildrechte: MDR, NASA

Der ESA-Astronaut Matthias Maurer und die übrige Besatzung der Crew 3 sind jetzt auf der Internationalen Raumstation ISS angekommen. In der Nacht zu Freitag hat das "Crew Dragon Endurance"-Raumschiff des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX um 0.32 Uhr (MEZ) an das amerikanische Harmony-Modul der ISS angedockt. Im Live-Stream hießt es: "Der Kontakt wurde um 15:32 Uhr Pazifikzeit bestätigt, als die Internationale Raumstation und Endurance über der Karibik flogen." Damit erreichte das Raumschiff die ISS 38 Minuten früher als geplant. 

Die Anflug- und Andocksequenz verliefen reibungslos. Es gab eine kurze Pause am Wegpunkt 2, etwa 20 Meter von der Andockstelle entfernt. Als die Lichtverhältnisse besser waren, wurde der letzte Schritt zum Andocken eingeleitet – knapp 20 Stunden nach dem Start vom amerikanischen Weltraumhafen Cape Canaveral. 

 Ankunft auf der ISS

Zunächst mussten die drei Astronauten und die Astronautin der Crew 3 noch im Raumschiff ausharren. Gegen 2.30 Uhr MEZ wurde dann von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ein Video auf Twitter veröffentlicht, das die Begrüßung der neuen Besatzungsmitgliedern zeigt.

Die siebenköpfige Besatzung auf der ISS besteht neben dem ESA-Astronauten Maurer aus den NASA-Raumfahrenden der "Crew 3" Raja Chari, Thomas Marshburn und Kayla Barron sowie der bereits vorhandenen ISS-Besatzung Mark Vande Hei (NASA) und den beiden russischen Kosmonauten Anton Shkaplerow und Pjotr Dubrow. 

Mittlerweile dürfte Maurer auch etwas Zeit für sich gehabt haben. Was er dann machen wollte, hatte er MDR WISSEN vor dem Flug verraten: "Ich träume schon lange, lange von diesem Moment, wenn ich oben ankomme und dann meine Freunde begrüßt habe … wenn ich dann den ersten Moment für mich alleine habe, dann hinunterzugleiten zu unserem Weltraumfenster – Cupola heißt das."

Während der "Cosmic Kiss"-Mission, deren Logo von der Himmelsscheibe von Nebra inspiriert wurde, soll Maurer bis zu 150 Experimente durchführen. Dabei muss er auch als Versuchskaninchen herhalten, wie er selbst erzählt. Blut-, Stuhl- und weitere Proben sollen dabei helfen, den Abbau von Muskeln und Knochen zu erklären. Im Weltraum passiert dies nämlich schneller und auch das Immunsystem ist dort oben geschwächt. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, dem Verfall des menschlichen Körpers auch auf der Erde entgegenzusteuern. Außerdem wird Maurer unter anderem neue Metalle erschmelzen, eine KI trainieren und einen Weltraumspaziergang unternehmen.

Das ESA Missions-Logo neben der Himmelsscheibe von Nebra. 1 min
Das ESA Missions-Logo neben der Himmelsscheibe von Nebra. Bildrechte: MDR / ESA / Imago
Matthias Maurer 9 min
Bildrechte: MDR Wissen/ NASA