Sport mit Musik Schnelle Beats helfen beim Training

Sportliche Aktivitäten gehen leichter von der Hand mit schneller Musik. Was sich die meisten Jogger bereits dachten, haben italienische Forscher nun auch bewiesen. Schnelle Beats helfen - außer beim Gewichte stemmen.

Eine Frau joggt mit Kopfhörern
Bildrechte: imago images / Westend61

Treibende Technobeats im Fitnessstudio, schneller Punkrock zum Joggen - viele Sportler schwören beim Trainieren auf musikalische Begleitung, vornehmlich mit hohem Tempo. Dass diese tatsächlich auch einen positiven Einfluss auf sportliche Leistung hat, haben nun Forscher von der Universität Verona in Italien herausgefunden.

Wirkung größer bei Ausdauersportarten

Die Wissenschaftler um Prof. Luca P. Ardigò veröffentlichten ihre Ergebnisse auf der Open-Science-Plattform "Frontiers in Psychology". Demnach ist die positive Wirkung von Musik mit hohem Tempo größer bei Ausdauersportarten wie etwa Langlauf als bei solchen mit einer hohen Intensität wie beispielsweise Gewichtheben.

Für die Studie ließen die Forscher Probandinnen Übungen im Stillen oder mit Musik mit verschiedenen Geschwindigkeiten absolvieren. Dabei wurden verschiedene Werte gemessen, inklusive der Herzfrequenz, da sie Auskunft über die physischen Auswirkungen der sportlichen Übungen gibt. Dazu kam eine Befragung zum jeweiligen körperlichen Aufwand, den die Studienteilnehmerinnen beim Absolvieren der Übungen empfanden.

Folgestudien mit mehr Probanden sinnvoll

"Wir fanden heraus, dass das Hören von Musik mit hohem Tempo während des Trainings die höchsten Herzfrequenzen und niedrigsten wahrgenommenen Anstrengungen mit sich brachte", erklärte Prof. Ardigò. Das bedeute, dass die Übungen sich weniger strapaziös anfühlten, aber gleichzeitig mehr für die körperliche Fitness brachten.

Ein Knackpunkt der aktuellen Studie ist die kleine Teilnehmergruppe (19), die zudem auf Frauen beschränkt war. Hier könnten Folgeuntersuchungen ansetzen. "In Zukunft wollen wir auch erforschen, wie sich verschiedene musikalische Aspekte wie Melodie oder Texte auf die Übungen auswirken", sagte Ardigò.

cdi

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2020, 05:00 Uhr

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