Untersuchung aus den USA Ökobilanz E-Scooter - Bus ist besser

In Deutschland gibt es noch keine Zahlen, aber eine Studie aus den USA legt nahe: E-Scooter sind nicht so umweltfreundlich, wie gedacht. Im Vergleich schneiden Bus und Rad besser ab.

E-Scooter stehen in der Dresdner Altstadt
Bildrechte: MDR/Axel Köhn

Es ist nur eine Momentaufnahme und die Forscher haben sich nur ein Modell eines Verleihers herausgesucht. Aber die Ergebnisse werfen kein besonders gutes Licht auf die Öko-Bilanz von Elektrorollern.

Was haben die Forscher untersucht?

Wissenschaftler der North Carolina State University haben sich den Roller eines Verleihers ohne feste Ladestation vorgenommen. Die Art, die auch in Deutschland existiert. Dabei fanden Sie heraus, "dass die mit dem Laden des E-Scooters verbundenen Umweltbelastungen im Verhältnis zu den Material- und Herstellungsbelastungen der E-Scooter und den Auswirkungen des Transports der Scooter zu Nachtladestationen gering sind", wie es in der Studie heißt.

Das bedeutet in Zahlen: Die Produktion und die Materialien sorgten nach der Studie für die Hälfte der ausgestoßenen Klimagase. Das Einsammeln und Laden machen zusammen noch einmal 43 Prozent aus. Der Rest sind Kosten beim Import und der Unterhaltung. Die Forscher errechneten dafür insgesamt ein CO2-Äquivalent von 202 Gramm pro Meile (1,61 km) – also 125 Gramm pro Kilometer.

Bus und Rad sind besser?

Dabei gingen die Forscher von einer Nutzung zwischen 6 und 24 Monaten aus, im Schnitt 18 Monate. Sollten die E-Scooter länger halten, würde das die Bilanz deutlich verbessern. Bei zwei Jahren würde das CO2 Äquivalent auf 87 Gramm pro Kilometer sinken. Im Vergleich dazu führen die Forscher das CO2 Äquivalent in einem Bus mit 51 Gramm pro km und beim Radfahren mit 5 Gramm pro Kilometer an.

Die Ergebnisse der Studie sind in Environmental Research Letters veröffentlicht worden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 01. August 2019 | 17:15 Uhr