Hightech beim Essen Sensor im Mund misst Salzgehalt

Woon-Hong Yeo, an assistant professor in the Woodruff School of Mechanical Engineering and Institute for Electronics and Nanotechnology at the Georgia Institute of Technology, is shown with the sodium sensor in his laboratory.
US-Forscher Woon-Hong Yeo, der mit seinem Team den Salzsensor entwickelt hat. Bildrechte: Rob Felt, Georgia Tech

Unser Essen enthält oft zu viel Salz. Für Menschen mit Bluthochdruck zum Beispiel kann das gefährlich werden. Und genau für diese gefährdeten Patienten haben Forscher vom Georgia Institute of Technology (USA) einen Sensor entwickelt. Noch hat er die Größe einer Zahnspange, später einmal könnte er in einem Zahn untergebracht werden.

Eine Hand hält eine Art Zahnspange, in deren Gaumenplastik Sensoren eingebaut sind
Noch ist der Sensor so groß wie eine Zahnspange. Später soll er die Größe eines Zahns haben. Bildrechte: Rob Felt, Georgia Tech

"Wir können unauffällig und drahtlos die Menge an Natrium messen, die Menschen im Laufe der Zeit aufnehmen", so Woon-Hong Yeo, Assistant Professor an der Woodruff School of Mechanical Engineering in einer Mitteilung des Georgia Tech Institutes. "Durch die Überwachung von Natrium in Echtzeit könnte das Gerät eines Tages Menschen helfen, die die Natriumaufnahme einschränken müssen und lernen, ihre Ernährungsgewohnheiten und Ernährung zu ändern."

Die Sensoren des "Salzometers“ sind in einer hauchdünnen Membran untergebracht. Die gemessenen Daten werden via Bluetooth an ein Smartphone oder Tablet übertragen. Die Stromversorgung erfolgt über eine Batterie, die täglich extern aufgeladen werden muss. Deshalb arbeiten die Forscher an einer Möglichkeit, das Gerät per Induktion mit Strom zu versorgen, ohne dass es dafür aus dem Mund genommen werden muss.

Bisher haben die Forscher den Sensor an drei Probanden getestet. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift PNAS veröffentlicht. Jetzt sollen größere Versuchsreihen folgen. Das eigentliche Ziel von Woon-Hong Yeo und seinen Kollegen ist aber noch viel größer, denn sie möchten ein künstliches Geschmackssystem entwickeln, das neben Salz auch Süße, Bitterkeit und ph-Wert messen kann.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 08. Mai 2017 | 17:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Mai 2018, 14:34 Uhr