Die drei "Gürtel-Sterne" aus dem Sternbild Orion: Mintaka, Alnilam und Alnitak
Bildrechte: Davide De Martin

Sternenhimmel im November Mars und Venus kommen zum Frühstück

Kalt und ungemütlich – das ist der November. Aber nicht nur nass-trübes Wetter steht uns bevor, sondern auch sternenklare Nächte. Was uns dazu bewegen könnte, aus dem warmen Bett zu kommen: Mars und Venus leuchten hell und nahe beieinander - pünktlich zur Frühstückzeit.

Die drei "Gürtel-Sterne" aus dem Sternbild Orion: Mintaka, Alnilam und Alnitak
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Es dominieren die typischen Herbst- und Wintersternbilder. Im Herbst allen voran stehen hoch im Süden Andromeda, der Widder und natürlich Pegasus. Dessen vier Sterne, das Pegasus-Quadrat ist auch als das Herbstviereck bekannt. Gekrönt werden sie vom Himmels-W Kassiopeia, das nun seine höchste Position erreicht hat.

Der Himmelsjäger taucht auf

Orion Sternbild
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Im Osten erhebt sich Orion in seiner ganzen Pracht. Mit seinem markanten Gürtel aus drei aufgereihten Sternen ist er eines der am leichtesten erkennbaren Winter-Sternbilder. Benannt ist es nach dem mythischen Jäger, den die alten griechischen Götter an den Himmel hoben.
Ihm zu Füßen liegen seine beiden treuen Gefährten – der Kleine Hund mit dem Hauptstern Prokyon und der Große Hund, der den hellsten Stern am Nachthimmel Sirius enthält. Weil er so auffällig hell ist, wurde ihm schon seit Urzeiten besondere Bedeutung beigemessen. So galt Sirius im Alten Ägypten als Verkünder der fruchtbringenden Nilflut. Bei den Griechen und Römern war Sirius, der sogenannte "Hundsstern", mit Hitze und Feuer verbunden. Daher kommt die Bezeichnung "Hundstage".

Rechts oberhalb des Orion finden wir Taurus, den Stier, den Orion der Mythologie zufolge besiegt haben soll – ebenfalls ein typisches Wintersternbild. Er ist gut an der V-förmigen Sternengruppe der Hyaden zu erkennen, die den Kopf markieren. Ein heller, roter Stern im linken Arm des V ist Aldebaran, ein Roter Riese.

Schauer aus dem Sternbild des Löwen

Zwei Highlights stechen im November heraus: Unsere Nachbarplaneten Mars und Venus sind am frühen Morgen besonders gut zu erkennen. Mars steht ein wenig heller als die ihn umgebenden Sterne am Himmel. Ab Anfang November ist der Rote Planet ab fünf Uhr morgens hoch genug über dem Horizont. Die helle Venus steht ganz dicht über dem Horizont, etwas links unter Mars.

Der andere Höhepunkt sind die Meteorschauer der Leoniden. Jedes Jahr pünktlich Mitte November treffen die Meteorstückchen auf die Atmosphäre der Erde und verursachen Sternschnuppen.
Das Maximum wird in der Nacht vom 17. auf den 18.11. erwartet. Früher waren die Leoniden sehr ausgeprägt. Doch inzwischen ist die Trümmerwolke des Ursprungkometen Tempel-Tuttle so zerstreut, dass die Leoniden nachgelassen haben. Trotzdem ist die Chance auf Beobachtung gut, denn durch den Neumond am 17./18.11. kann das Licht des Mondes nicht stören.

Über dieses Thema berichtet MDR JUMP: 04.11.2017 | 10:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. November 2017, 17:20 Uhr