Fünf Tipps für den Einkauf So finden Sie die schnellste Supermarkt-Kasse

Wochenendeinkauf. Der ganz normale Wahnsinn. Und Sie haben wieder mal das Gefühl, immer an der falschen Kasse zu stehen. Aber stimmt das? Und gibt es eine Chance, wirklich die richtige Kasse zu finden? Wissenschaftler sagen: Ja! Es ist eine Mischung aus Mathematik, Statistik und Psychologie.

Bezahlen an einer Kasse im Supermarkt
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Drei Sekunden pro Artikel

Die "New York Times" hat einen Mathe-Experten gefunden, der sich wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt - Dan Meyer, Chef der Mathematik-Lernplattform Desmos. "Jeder braucht eine feste Zeit zum Hallo-Sagen, zahlen, verabschieden, einpacken", sagt Meyer. Nach seinen Untersuchungen sind das im Schnitt 41 Sekunden oder, anders gerechnet, drei Sekunden pro Artikel auf dem Band.

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Voller Einkaufswagen
Voller Wagen kein großes Hindernis Bildrechte: IMAGO

Die Menge der Artikel in den Körben vor Ihnen wäre also ein Anhaltspunkt bei der Entscheidung bei der Wahl der Kassenschlange, aber längst nicht der einzige.

Viele Kunden mit wenig Artikeln oder wenige Kunden mit vollen Körben? Sie bleiben bei den vollen Körben. Warum? Scannen geht schnell, der Bezahlvorgang ist der große Zeitfresser, haben unsere Kollegen vom WDR im Test herausgefunden.

Statistische Erhebungen bestätigen das. Rund 60 Prozent der Arbeitszeit einer Kassiererin entfallen auf Kassieren und Umtauschen, nur 40 Prozent auf das Scannen.  

Halten Sie sich links!

Das ist eine Psychologen-Theorie. Weil die meisten von uns Rechtshänder sind, stellen sie sich eher an der rechten Kasse an.

Kassierer oder Kassiererin?

Wenn sie die Wahl haben, dann eher Kassiererin, behaupten New Yorker Anstehprofis. Wichtiger ist aber vermutlich ein kurzer Blick: Wie schnell scannt sie/er, redet sie/er viel mit den Kunden, wirkt sie/er souverän oder genervt?

Obst und Gemüse

Verpackt ist es meist unproblematisch. Liegt viel Frisches auf dem Band, dann Vorsicht: Das muss noch an der Kasse gewogen werden.

Frau kauft im Supermarkt Bananen ein
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Barcode nach unten!

Und Sie selbst können auch etwas tun. Zum Beispiel ist es hilfreich, alle Waren mit dem Barcode nach unten auf das Band zu legen.

Lösungen?

Experimente mit Automatikkassen sollten das Problem lösen. Offenbar ohne Erfolg. Nicht einmal ein halbes Prozent der Supermärkte besitzt solche Kassen. Alternativ wäre auch das sogenannte amerikanische Wartesystem denkbar. Eine Schlange, die vorn auf die Kassen verteilt wird. Das geht in vielen Supermärkten räumlich nur schwer. Und auch psychologisch ist es eher bedenklich. Angeblich, so die Forschung, ziehen wir Einzelschlangen vor.