Onlinestudie zur Glücksforschung Ist Glück eine Frage des Alters?

Sind wir mit 17 anders glücklich als mit 70? Es ist zu vermuten. Deutsche Forscher wollen genau diese Frage jetzt wissenschaftlich klären. Mit Ihrer Hilfe.

Jedes Jahr bringt uns die Post einen neuen Glücksatlas, der uns zeigt, wo die Glücklichen in Deutschland wohnen. Es gibt sogar eine Formel für dass Glück. Britische Wissenschaftler glauben, dass sie damit zeigen können, wie unsere Entscheidungen unsere Stimmung beeinflussen. Und wir wissen auch, dass glücklich ist, wer großzügig ist. Aber bleibt das alles unser ganzes Leben lang so? Oder ändert sich unsere Ansicht vom Glück? Das wollen Forscher der Universität Witten/Herdecke herausfinden – mit Ihrer Hilfe.

Wir wollen uns genauer ansehen, welche ganz persönlichen Motive und generischen Muster zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben Glück zugrunde liegen

Prof. Tobias Esch

So beschreibt Prof. Dr. med. Tobias Esch, Professor für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke, das Ziel seiner Untersuchungen. Denn bisher, so der Forscher, sei Glücksforschung zumeist ein statistisches Konstrukt, bei dem der Einfluss verschiedenster Lebensumstände  empirisch – d.h. durch Messung und Beobachtung – ermittelt werde. Deshalb will Esch mit seinem Team tiefer gehen. Und dabei kann jeder über 18 mitmachen. Dazu haben die Forscher einen kurzen Fragenbogen online gestellt. Er dauert nur 2 Minuten (wir haben es ausprobiert).

Außerdem planen die Forscher umfangreiche Interviews. Dabei geht es auch um einen besonderen Schwerpunkt des Projekts: Welche Auswirkungen haben Schicksalsschläge (zum Beispiel Krankheiten oder unfallbedingte Behinderungen) im Lebensverlauf auf das empfundene Glück haben können.

Wir werden Interviews mit betroffenen Menschen führen und wollen von Ihnen über Glück und Zufriedenheit lernen.

Prof. Tobias Esch

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL: im Radio | 15.07.2017 | 09:52 Uhr