Sternenhimmel Lyriden gucken statt schlaflos im Bett wälzen

Wer sich heute nacht schlaflos durchs Bett wälzt, sollte sich einfach eine warme Jacke über den Schlafanzug werfen, Socken an, Schuhe an und raus auf den Balkon, die Terasse, vor die Haustür. Die Lyriden kommen vorbei!

Sternschnuppen der Lyriden über Halle
So sahen Nachteulen 2020 den Lyridenschauer über Halle Bildrechte: imago images/VIADATA

Überall da, wo wir den Himmel sternenklar ohne Lichtverschmutzung sehen können, lohnt sich in der Nacht der Schritt raus in die nächtliche Kälte: Mit ein bisschen Glück und Geduld sieht man nämlich die Lyriden vorbeihuschen. Heute Nacht, vom 22. auf den 23. April ist nämlich der Höhepunkt des Lyridenschauers.

18 bis 20 Sternschnuppen, wie wir umganssprachlich sagen, huschen dabei zwischen vier und sechs Uhr pro Stunde über das Firmament. Ganz ausgefuchste Sterngucker legen sich dabei auf eine warme Unterlage. Wenn man im Stehen oder Sitzen nämlich angestrengt hoch in den Himmel schaut, schmerzen nach ein paar Minuten schnell mal Nacken und Hals - und wer weiß schon, ob nicht genau in dem Moment, in dem man die Muskulatur entspannt, die schönsten Meteoriten zu sehen sind? Wer sich mit Sternbildern auskennt, sucht das Sternbild Leier, das ist gut an seinem hellsten Stern, Vega, zu erkennen. Für alle, die es nicht so mit Sternbildern haben: Blickrichtung Südost.

Meteor, Meteorit - was ist was?

Während die kleinen Felsbrocken durch den Weltraum reisen, werden sie Meteoroide genannt. Fallen sie in die Erdatmosphäre, werden sie dadurch zu Meteoriten. Die Leuchtspur, die sie bei ihrem Fall durch die Luft erzeugen, kennen wir umgangssprachlich als Sternschnuppe. In der Regel sind das nicht die glühenden Gesteinsbrocken selbst, sondern eine Art Schusskanal. Dabei leuchtet die Luft an den Rändern. Der Effekt entsteht durch die Reibung, wenn ein Meteorit rasend schnell in die Atmosphäre eintritt.

(lfw)

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