Selfie Marsrobtoter
Aufnahme des Vera Rubin Ridge, eines Gesteins-Grates, der nach der US-Raumforscherin Vera Rubin benannt ist. Bildrechte: nasa.gov

Weltraum-Forschung Mars-Roboter schickt wieder Bilder

Selfie Marsrobtoter
Aufnahme des Vera Rubin Ridge, eines Gesteins-Grates, der nach der US-Raumforscherin Vera Rubin benannt ist. Bildrechte: nasa.gov

Es gibt neue Aufnahmen vom Mars. Nach mehrmonatiger Zangspause durch einen gigantischen Sandsturm hat Mars-Roboter Curiosity jetzt eine 360 Grad-Aufnahme geschickt, auf der man wunderbar erkennt, in welcher Umgebung sich der Rover gerade befindet: Auf der "Vera Rubin Ridge", einem Gesteins-Grat, der nach der US-Raumforscherin Vera Rubin benannt ist.

Wissenschaftler Ashwin Vasavada vor Mars-Roboter
Wissenschaftler Ashwin Vasavada vor Mars-Roboter Bildrechte: nasa.gov

Der jetzige Standpunkt des Marsroboters zeigt nach Angaben des Rover-Projekt-Betreuers Ashwin Vasavada, dass der Grat kein Monolith ist, sondern dass der Gesteinshang aus verschiedenen Bereichen mit sehr unterschiedlichen Farbgebungen besteht. Einige sind Vasavada zufolge mit bloßem Auge zu erkennen, andere zeigen sich erst bei Betrachtung mit Infrarot-Technik. Möglicherweise bedeuten die verschiedenen Farben, dass das Gestein des Hanges verschieden hart ist. Anhand von pulverisierten Gesteinsproben soll Curiosity das in seinem Inneren analysieren: So ließe sich dann auch erklären, was den Grat so widerstandsfähig gegen Erosionen durch Wind macht.

Seit wann ist der Roboter unterwegs?

Der Rover "Curiosity" ist seit August 2012 auf Marsmission: Das Gefährt wiegt 900 Kilogramm, ist drei Meter lang und 2,8 Meter breit. Vor allen Dingen ist es das größte Stück menschlicher Technik, das je auf dem Mars gelandet ist und seither auf seinen sechs Rädern den Roten Planeten erforscht. Seine Energie bekommt er aus aus einer Atombatterie, einem Radioisotopengenerator, der thermische Energie des Atomzerfalls in elektrische Energie umwandelt. So werden nicht nur die Räder, sondern auch die technischen Geräte, beispielsweise zur Gesteinsanalyse, angetrieben. Nach einem Sandsturm auf dem Mars im Juni 2018 war es ruhig gewesen um das technische Wunderwerk. Fans hatten sogar befürchtet, dass Curiosity den Sturm nicht übersteht. Stattdessen schickte er jetzt ein 360-Grad-Panorama, dass die NASA hier veröffentlicht hat:

Dieses Thema im Programm: MDR-AKTUELL RADIO | | 27. Juli 2018 | 09:48 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. September 2018, 13:46 Uhr

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