Top 10 Weltallforschung Zehn Projekte, die unseren Blick aufs Universum verändern

Exoplaneten, schwarze Löcher und Gravitationswellen: Wir erleben das goldene Zeitalter der Astronomie. Diese zehn Projekte sollen der Weltraumforschung in den kommenden zehn Jahren zu neuen Durchbrüchen verhelfen.

von Clemens Haug

Collage, die die Weltraumforschungsprojekte Lunar Gateway, Extremely Large Telescope und TESS vor dem Hintergrund einer Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops zeigt.
Bildrechte: NASA/ESA/ESO/MDR

In den 2010er-Jahren wurden so viele Exoplaneten entdeckt, wie nie zuvor. 2015 gelang zum ersten Mal der Nachweis von Gravitationswellen, Erschütterungen von Raum und Zeit, die Albert Einstein vorhergesagt hatte. Und 2019 fotografierten Wissenschaftler erstmals ein supermassives Schwarzes Loch im Zentrum einer fernen Galaxie. Nicht wenige Forscher sprechen deshalb vom goldenen Zeitalter der Astronomie, in dem wir uns gerade befinden.

Goldenes Zeitalter der Astronomie

Nicht immer werden Erfolge mit großen Schlagzeilen bedacht, denn manche sind eben nicht öffentlichkeitswirksam. Während etwa das erste Foto eines schwarzen Lochs durch die Weltöffentlichkeit ging, ist dagegen die Gaia-Mission der ESA viel weniger bekannt.

Das Weltraumteleskop durchmustert seit 2013 systematisch den Himmel und soll bis 2022 über eine Milliarde Objekte erfassen, von Asteroiden über Exoplaneten bis zu sehr schwach leuchtenden Sternen und weit entfernten Galaxien.

Für die Fachwelt hat es bereits jetzt eine unschätzbar wertvolle Menge an Daten geliefert, sagt Carolin Liefke vom Max-Planck-Institut "Haus der Astronomie". Gaia habe "in so ziemlich allen Bereichen der Astronomie, die über unser Sonnensystem hinausgehen, entscheidende neue Erkenntnisse gebracht", so die Astronomin. Ein Sternkatalog liefere aber keine schönen Bilder.

Die folgenden zehn Projekte sollen in verschiedenen Bereichen Durchbrüche bringen. Mit ihnen hoffen die Forscher unter anderem, das Wesen der rätselhaften Dunklen Materie und Dunklen Energie lüften zu können und Planeten mit Leben in anderen Sternsystemen zu finden.

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