schmatische Darstellung der elipsenförmigen UMlaufbahn des Mondes um die Erde mit Apogäum (Erdferne) und Perigäum (Erdnähe).
Der Mond umkreist die Erde auf einer elliptischen Bahn. Gibt es einen Vollmond, wenn er wie jetzt im Januar besonders nah ist, erleben wir einen Super-Mond. Bildrechte: NASA; Gerald, Perschke, Jens, Ernst, MDR

Astronomie Januar ist Super-Vollmond-Monat

Kam Ihnen der Mond in der Neujahrsnacht auch so gewaltig vor? Kein Wunder. Am 1. Januar erlebten wir den größten Vollmond des Jahres. Und der zweitgrößte folgt sogleich – noch in diesem Monat.

schmatische Darstellung der elipsenförmigen UMlaufbahn des Mondes um die Erde mit Apogäum (Erdferne) und Perigäum (Erdnähe).
Der Mond umkreist die Erde auf einer elliptischen Bahn. Gibt es einen Vollmond, wenn er wie jetzt im Januar besonders nah ist, erleben wir einen Super-Mond. Bildrechte: NASA; Gerald, Perschke, Jens, Ernst, MDR

Ein bisschen hat das Feuerwerk ihm die Show gestohlen – dem Supervollmond 2018. In der Silvesternacht war er fast voll, in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar zeigte er sich dann am größten, denn er war nur 356.566,6 Kilometer von der Erde entfernt; 7.000 Kilometer näher als im mittleren Abstand bei Erdnähe seiner elliptischen Bahn. Und so nah wird er uns erst 2034 wieder kommen. Kleiner Trost: Ende des Monats wird es noch einen fetten Vollmond geben. Am 31. Januar wird er nur 2.500 Kilometer weiter entfernt sein als beim ersten Vollmond des Jahres.

Mondfinsternis

Der zweite Vollmond 2018 ist aber nicht nur groß, er wird auch von der Erde verdunkelt. Eine Mondfinsternis, die allerdings für uns zu früh kommt. Denn wenn der Mond am 31. Januar abends bei uns aufgeht, ist sie gerade vorbei. Wir müssen uns daher bis zum Sommer gedulden. Am 27. Juli wird der Mond gegen 21.30 Uhr vollständig verfinstert sein.

Die drei "Gürtel-Sterne" aus dem Sternbild Orion: Mintaka, Alnilam und Alnitak
Drei Sterne, die man jetzt besonders deutlich sieht: Es ist der Gürtel des Wintersternbildes Orion, das den Süden dominiert. Bildrechte: Davide De Martin

Stürmischer Sternschauer

Aber der Monat hat noch mehr auf Lager. Gleich am 3. Januar erreichen die Quadrantiden ihren feurigen Höhepunkt. Bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde sind dann möglich. Allerdings ist das Himmelsspektakel mit zwei Wermutstropfen versehen. Zum einen ist der abnehmende Super-Vollmond immer noch ziemlich hell. Aber selbst den werden wir hinter dicken Wolken nicht sehen. Und bei dem stürmischen Wind bleibt man ohnehin besser im Haus. Die nächste Möglichkeit auf Sternschnuppenschauer gibt es wieder Anfang April mit den Virginiden.

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter im Größenverhältnis zur Erde.
Der Jupiter: 143.000 Kilometer Durchmesser. Selbst sein Wirbelsturm ist größer als die Erde - wie der Vergleich zeigt. Bildrechte: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Christopher Go

Jupiter strahlt

Für Frühaufsteher ist der Monat Januar mit Planeten bestückt. Überstrahlt wird dabei alles von Jupiter. Der ist Anfang des Monats gemeinsam mit Mars morgens im Südosten zu sehen. Jupiter, mit über 140.000 Kilometern Durchmesser der größte Planet des Sonnensystems, ist auch am Morgenhimmel nicht zu übersehen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von bis zu -2 ist er heller als die hellsten Sterne. Auch der kleine Mars kommt da nicht mit, obwohl er deutlich näher an der Erde ist. Jetzt, zu Anfang des Monats, steht er eine Handbreit rechts oberhalb von Jupiter. Dann wandert er nach links unten vor dem Gasplaneten vorbei.

Am Neumond vorbei

Zwischen den beiden Vollmonden bietet der Neumond Mitte des Monats eine gute Orientierung für die Planeten am Himmel. Zwischen dem 10. und 12. Januar wandert die Mondsichel an Jupiter und Mars vorbei. Am 15. Januar erreicht sie Saturn und Merkur. Diese Begegnung im Südosten wird allerdings nur mit einem lichtstarken Fernglas zu sehen sein.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP | Radio | 01. Januar 2018 | 16:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Januar 2018, 12:30 Uhr