Die NASA und das 13. Sternzeichen Sind alle Horoskope falsch?

Die NASA postet etwas auf einer Lernseite für Kinder und schon flippen alle aus. Es gibt ein 13. Sternbild im Jahreskalender. Sind jetzt alle Horoskope falsch? Die Antwort ist: Nein!

Himmelsatlas von Alexander Jamieson
Bildrechte: United States Naval Observatory Library

Entwarnung für alle, in deren Leben Horoskope wichtig sind: Es ändert sich nichts. Denn das, was die NASA da auf ihrer Kinderlernseite SpacePlace veröffentlicht hat und was vor allem auf den Seiten vieler Frauenzeitschriften für Wirbel sorgte, ist eigentlich eine ganz alte Geschichte. Es gibt ein 13. Sternbild im Jahreskalender, durch das die Sonne derzeit vom 30. November bis 18. Dezember läuft. Und die Botschaft der Wissenschaftler ist: Das hat mit dem, was wir machen, nichts zu tun. Denn "Astrologie ist keine Astronomie“.

Die Babylonier wussten Bescheid

Um das zu erklären, erzählen die NASA-Forscher die Geschichte der Babylonier. Die haben vor 3.000 Jahren das bis heute genutzte System der Tierkreiszeichen eingeführt. Und sie kannten das 13. Tierkreiszeichen, den Schlangenträger, lateinisch Opiuchus. Die Babylonier entschlossen sich jedoch der Ordnung halber auf Opiuchus zu verzichten. Aber das System ist auch aus einem anderen Grund nicht mehr ganz aktuell. Denn die Erde hat sich im wahrsten Sinne des Wortes weiter gedreht. Wer zum Beispiel bei den Babyloniern noch ein Löwe-geborener war, erklärt der Text, ist heute ein Krebs. Durch die Schwankungen der Erdachse haben sich die Zeichen verändert, so die NASA.

Die Galaxien IRAS 18090+0130 im Sternbild Schlangenträger, aufgenommen vom Hubble-Teleskop
Die Galaxien IRAS 18090+0130 im Sternbild Schlangenträger, aufgenommen vom Hubble-Teleskop Bildrechte: NASA/ESA/Hubble Collaboration

Wir können alle aufatmen

Wegen all der Aufregung hat sich die NASA jetzt selbst zu Wort gemeldet und Entwarnung gegeben. "Wir haben keins der Tierkreiszeichen geändert, wir haben einfach nur gerechnet“, sagte NASA-Expertin Laurie Cantillo der BBC. "Der Artikel erklärt, dass Astrologie nicht Astronomie ist, sondern ein Erbstück aus der Vergangenheit und zeigt, welche wissenschaftlichen und mathematischen Theorien aus den Beobachtungen des Nachthimmels entstanden sind.“