Der Sternenhimmel im November Die Nacht des Super-Mondes

Der Nachthimmel bietet am Montag eine echte Sensation. Wir erleben einen Super-Mond, wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Und nach jetzigen Vorhersagen spielt das Wetter sogar mit.

Ein riesiger Vollmond über Görlitz. So wie in unserer Montage könnte der Super-Mond am Himmel aussehen.
Bildrechte: MDR/Gerald Perschke

Er ist das Highlight am Nachthimmel. Heute sehen wir den Mond so groß, wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Am Nachmittag erreicht er mit 356.509 Kilometern eine extreme Erdnähe. So nah wie jetzt war er zum letzten Mal im Jahr 1948. Und erst 2034 wird es wieder so einen großen Vollmond geben. Um die Größe einzuschätzen hier ein Vergleich: Der November-Vollmond ist rund 50.000 Kilometer dichter an der Erde als der kleinste Vollmond des Jahres im April. Legen sie eine 1-Euro- und eine 2-Euro-Münze nebeneinander. Dann haben sie den Größenunterschied.

17.00 Uhr: Der Super-Mond ist aufgegangen

“Es könnte ein paar Schleierwolken geben“, sagt Florian Rost vom MDR Wetterstudio. “Vielleicht hat der Mond auch einen Hof, aber die Chancen, ihn zu sehen, sind nach derzeitigen Vorhersagen gut.“ Genau um 14.52 Uhr tritt die Vollmondphase ein. Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, um kurz vor 17.00 Uhr, geht er bei uns im Osten auf. Bis gegen 8.00 Uhr morgens ist er – wenn das Wetter auch in der Nacht noch mitspielt - zu sehen. Und noch ein Tipp, wenn sie schon in den Himmel schauen. Wer seinen Blick ein wenig über den Vollmond erhebt, der sieht dort einen hellen Fleck, der aus sieben Punkten zu bestehen scheint. Es ist das Siebengestirn, die Plejaden - ein faszinierendes Objekt, das in Wirklichkeit ein riesiger Sternhaufen ist, der aus Tausenden Sternen besteht. Bereits unsere Vorfahren haben dieses astronomische Phänomen wahrgenommen – es ist neben Mond und Sonne zentraler Bestandteil der Himmelsscheibe von Nebra.

Nach dem Mond kommen die Sternschnuppen

In der Nacht vom 17. auf dem 18. November sorgen der dann immer noch ziemlich helle Mond oder die vermutlich vorhandenen Wolken dafür, dass wir die "Leoniden“  nicht sehen werden. Die stammen aus dem Schweif des Kometen 55P/Temple-Tuttle. Astronomen haben aber für dieses Jahr ohnehin nur einen eher schwachen Schauer vorausgesagt. Sternschuppenfans haben ab dem 22. November aber noch eine Chance. Denn laut der Vereinigung der deutschen Sternenfreunde kommen Ende des Monats die "November Orioniden“, ein ganz neuer Meteoritenstrom. Er soll am 28.11. seinen Höhepunkt erreichen.