Hubble-Foto Das Universum schaut zurück

Auch Astronomen feiern offenbar gern Halloween. Und dann veröffentlichen sie Bilder aus dem All, die auf den ersten Blick vielleicht ein wenig gruselig aussehen - wie dieses Gesicht.

Dieses Hubble-Bild zeigt ein kosmisches Gesicht
Bildrechte: NASA, ESA, J. Dalcanton, B.F. Williams, and M. Durbin (University of Washington)

Wenn das Weltraumteleskop gerade mal keine wissenschaftlichen Untersuchungen macht, dann darf es besondere "Schnappschüsse" vom Weltall aufnehmen, an Stellen, wo Galaxien "interagieren" - was oft nichts anderes heißt als zusammenprallen. Eine dieser Gegenden ist das System AM 2026-424 aus dem Arp-Madore-Katalog "Katalog der südlichen besonderen Galaxien und Assoziationen". Das ist im Kugelsternhaufen NGC 6752 im Sternbild Pfau.

Was schaut uns hier an?

Aber was schaut uns hier aus den Tiefen des Weltalls an? Und was wollen uns diese Augen sagen? Natürlich ist es keine zufällige Konstellation, sondern eine Titanenkollision. Jedes "Auge" ist der helle Kern einer Galaxie, von denen eines in das andere eingeschlagen ist. Und der Umriss des Gesichts ist ein Ring junger blauer Sterne, so die NASA/ESA-Wissenschaftler, die das Bild veröffentlicht haben.

Hubble-Aufnahmen fremder Galaxien

Die Galaxie NGC 5033 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Statt einem Riegel wie unsere Milchstraße besitzt sie einen aktiven Galaxiekern, in dem ein supermassereiches Schwarzes Loch Staub, Sterne und Gas verschlingt.
Die Galaxie NGC 5033 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Statt einem Riegel wie unsere Milchstraße besitzt sie einen aktiven Galaxiekern, in dem ein supermassereiches Schwarzes Loch Staub, Sterne und Gas verschlingt. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA; Acknowledgment: Judy Schmidt
Die Galaxie NGC 5033 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Statt einem Riegel wie unsere Milchstraße besitzt sie einen aktiven Galaxiekern, in dem ein supermassereiches Schwarzes Loch Staub, Sterne und Gas verschlingt.
Die Galaxie NGC 5033 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Statt einem Riegel wie unsere Milchstraße besitzt sie einen aktiven Galaxiekern, in dem ein supermassereiches Schwarzes Loch Staub, Sterne und Gas verschlingt. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA; Acknowledgment: Judy Schmidt
Die rund 100 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 1032 ist eine Spiralgalaxie. Von der Erde aus sieht man sie allerdings lediglich von ihrer Seite, eine Schicht aus Gas und Staub bildet den dunklen Rand.
Die rund 100 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 1032 ist eine Spiralgalaxie. Von der Erde aus sieht man sie allerdings lediglich von ihrer Seite, eine Schicht aus Gas und Staub bildet den dunklen Rand. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA
Hubblefoto ein Galaxie, die wie ein Wagenrad aussieht. Die besondere Form ist Ergebnis einer galaktischen Kollission: Eine kleinere Galaxie hat die Größere durchstoßen.
Hubblefoto einer Galaxie, die wie ein Wagenrad aussieht. Die besondere Form ist Ergebnis einer galaktischen Kollission: Eine kleinere Galaxie hat die Größere durchstoßen. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA
Die Spiralgalaxie NGC 7331, die bereits 1784 vom Astronomen William Herschel entdeckt wurde. Sie ist in Größe und Form unserer Milchstraße vergleichbar. Lediglich das Zentrum unterscheidet sich von dem unserer Galaxie: Es rotiert in die entgegengesetzte Richtung zu den umgebenden Galaxiearmen.
Die Spiralgalaxie NGC 7331, die bereits 1784 vom Astronomen William Herschel entdeckt wurde. Sie ist in Größe und Form unserer Milchstraße vergleichbar. Lediglich das Zentrum unterscheidet sich von dem unserer Galaxie: Es rotiert in die entgegengesetzte Richtung zu den umgebenden Galaxiearmen. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA/D. Milisavljevic (Purdue University)
Ein junger Stern hat fünf Objekte hervorgebracht, die hier am oberen Bildrand blau erscheinen. Diese fünf Herbig-Haro-Objekte entfernen sich mit hoher Geschwingidkeit von ihrem Ursprungsstern.
Ein junger Stern hat fünf Objekte hervorgebracht, die hier am oberen Bildrand blau erscheinen. Diese fünf Herbig-Haro-Objekte entfernen sich mit hoher Geschwindigkeit von ihrem Ursprungsstern. Bildrechte: ESA/Hubble & NASA, K. Stapelfeldt
Fotografie des Weltraumteleskops Hubble von der Galaxie ESO 495-21. Zu sehen ist ein heller Fleck mit dunklen Wolken darin, drum herum befinden sich verschiedene helle Sterne im Vordergrund.
Fotografie des Weltraumteleskops Hubble von der Galaxie ESO 495-21. Zu sehen ist ein heller Fleck mit dunklen Wolken darin, drum herum befinden sich verschiedene helle Sterne im Vordergrund. Bildrechte: ESA/Hubble, NASA
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Die Galaxie NGC 5033 ist etwa 40 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Statt einem Riegel wie unsere Milchstraße besitzt sie einen aktiven Galaxiekern, in dem ein Supermassereiches Schwarzes Loch Staub, Sterne und Gas verschlingt.
Bildrechte: ESA/Hubble & NASA; Acknowledgment: Judy Schmidt

Aufgenommen wurde es am 19. Juni 2019. Das mit dem Advanced Camera for Surveys aufgenommene System ist 704 Millionen Lichtjahre entfernt. Das Besondere ist, dass es eine direkte Kollision zweier in etwa gleich großer Galaxien ist, nicht wie in den meisten Fällen, bei denen eine Galaxie die andere "verschlingt". Und dieser Zusammenprall streckte die Staub- und Gasteilchen und sorgte für Nase, Gesicht und Ringstruktur, die für vielleicht 100 Millionen Jahre diese Form behalten.

Cassiopeia 1 min
Bildrechte: Hubble, Digitized Sky Survey 2, N. Risinger (skysurvey.org)

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