Meteorenschauer Höhepunkt der Draconiden - wieviele sehen wir 2020?

Es könnte so schön sein, heute Abend am Sternhimmel: Die Nacht der Draconiden! Aber so richtig werden Sternschnuppenfans nicht auf ihre Kosten kommen. Einer am Himmel macht uns einen hellen Strich durch die Rechnung - der Mond.

Draconiden Sternschnuppen
In Geislingen an der Steige in Baden-Württemberg konnte man die Draconiden 2019 gut sehen. Bildrechte: imago images / 7aktuell

Schon was vor heute Abend? Die Nacht der Draconiden lädt zum Staunen und Zählen ein. 8. und 9. Oktober gelten als Höhepunkt dieses Meteorstrom. Die Chancen stünden gut, in dieser Nacht tatsächlich einige der verglühenden Bruchstücke des Kometen 21P/Giacobini-Zinner am Nachthimmel zu sehen. Theoretisch. Praktisch kommt uns aber dieses Mal vermutlich der Mond in die Quere, der zwar nicht voll ist, aber zum Beispiel in Leipzig ab 21:11 Uhr am Himmel für helles Licht sorgt. Das könnte es schwierig machen, die im Nordwesten vorbeiflitzenden Meteore zu sehen. Das Spektakel geht schon am späten Nachmittag los, sichtbar für uns wird es aber erst, wenn es dunkel ist.

Rezept für die herbstliche Himmelbeobachtung

Wer es trotz aller Unwägbarkeiten - Mond, mögliche Wolkendecke, Kinder, die nicht ins Bett wollen, Bücher, die zu spannend sind zum zuklappen, Menschen am Telefon, die noch Pläne fürs Wochenende besprechen wollen - versuchen will, für den gilt wie gehabt: Man suche sich ein lichtarmes Plätzchen. Wickle sich in eine warme Decke. Sorge für eine bequeme Sitzgelegenheit. Oder rolle Isomatte oder Luftmatratze aus, wenn man im Liegen in die Sterne gucken will. Und, nicht vergessen: Die klassische Großpackung Geduld. Denn ob sich all die Mühe lohnt, kann vorher keiner sagen. Die Draconiden sind jedenfalls immer für eine Überraschung gut, in manchen Jahren warten sie mit Hunderten Meteoren pro Stunde auf. Frühaufsteher könnten auch am Freitagmorgen noch Glück haben, welche zu sehen wenn sie gen Norden in den Himmel schauen.

Eine Karte der Sternbilder am Himmel über Deutschland.
Bildrechte: Klapetz/MDR

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