Eine Hand hält ein organgenes Messgerät mit Tasten und einem Display.
Mit einem Geigerzähler kann man Radioaktivität messen. Bildrechte: IMAGO

Sachsen Hier ist die Gefahr durch Radon am größten

Das radioaktive Gas Radon ensteht dort, wo es Uran im Boden gibt, also im Erzgebirge und im Voigtland. Die folgende Karte zeigt die Gegenden, in den eine hohe Belastung mit Radon in Wohnhäusern wahrscheinlich ist.

von Clemens Haug

Eine Hand hält ein organgenes Messgerät mit Tasten und einem Display.
Mit einem Geigerzähler kann man Radioaktivität messen. Bildrechte: IMAGO

Das Problem ist bereits ein paar hundert Jahre bekannt als "Schneeberger Krankheit", beschäftigt die Behörden schon lange Zeit und ist bei den Sachsen dennoch weitgehend unbekannt: Weil in vielen Gegenden des Freistaats Uran im Boden liegt, entsteht an vielen Stellen das radioaktive Gas Radon. Wer ihm dauerhaft ausgesetzt ist, riskiert eine Erkrankung mit Lungenkrebs.

Radon ist geruchslos und entsteht natürlich bereits seit vielen tausend Jahren. Den Menschen kann es gefährlich werden, wenn es sich über längere Zeit unbemerkt in Wohnhäusern ansammelt. Besonders, wenn Keller schlecht abgedichtet sind und Feuchtigkeit eindringt, gelangt auch viel Radon in die Gebäude.

Schwerpunkte in Sachsen sind das Erzgebirge und das Vogtland, aber auch in Leipzig und Nordsachsen gibt es ein gewisses Risiko. Die folgende Karte zeigt für fast alle sächsischen Gemeinden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass in Erdgeschosswohnräumen eine Strahlung von mehr als 300 Bequerel pro Quadratmeter gemessen werden kann. 300 Bq/m³ ist der von der EU festgelegte Referenzwert. Wird er überschritten, sollten Gebäude dringend so saniert werden, dass sie besser vor eindringendem Radon geschützt sind.

Betroffene können die Radonbelastung ihrer Häuser mit einigen Maßnahmen deutlich reduzieren. Tipps dafür gibt das Bundesamt für Strahlenschutz.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Lexi TV | 08. Dezember 2017 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2017, 13:13 Uhr