Sand-Abbau
Die Nachfrage lässt die weltweiten Sandreserven gefährlich schrumpfen. Bildrechte: IMAGO

Denkste! Sand gibt's gar nicht wie Sand am Meer

Glas wird aus Sand gemacht, Sand ist auch ein unverzichtbarer Bestandteil von Beton. Genauso brauchen wir ihn für Computer und Handys. Forscher warnen: Der Rohstoff wird langsam knapp.

Sand-Abbau
Die Nachfrage lässt die weltweiten Sandreserven gefährlich schrumpfen. Bildrechte: IMAGO

Kann das wirklich passieren, kann uns wirklich eines Tages der Sand ausgehen? Seit vielen Jahren warnen Forscher vor diesem Szenario und das hat einen Grund: Unter anderem Bau- und Computerindustrie verbrauchen immer mehr Sand. Unglücklicherweise sind sie dabei auf ganz bestimmte Sorten angewiesen – seine Körner müssen möglichst kantig sein. Wüstensand etwa aus der Sahara dagegen ist rund und abgeschliffen. Wie er überhaupt für Bauzwecke verwendet werden kann, wird noch erforscht.

Auf rund 50 Milliarden Tonnen schätzt das UN-Umweltprogramm UNEP den jährlichen Verbrauch an Sand: Er ist Bestandteil des Betons von Hochhäusern, er kommt in den Chips der Elektronikgeräte vor. Flüsse, Seen und weniger populäre Küstengebiete dienen als Abbaugebiet. Mit Schwimmbaggern wird Sand vom Grund der Meere oder Binnengewässer nach oben geholt. Dadurch kann es zu Erosion kommen: Anderer Boden rutsch dorthin nach, wo der Bagger eben den Sand weggeholt hat. In Indonesien seien auf diese Weise ganze Inseln verschwunden, schreibt die internationale Tageszeitung El Pais aus Spanien.

Größter Exporteur von Sand sind die USA. Singapur ist der größte Käufer der feinen Körner. Deutschland rangiert in der Liste der Importeure auf Platz 8. Zwar gibt es eine Reihe von Forschungen, wie Sand ersetzt oder Wüstensand nutzbar gemacht werden kann. Doch bislang ist der weltweite Bedarf zu groß.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. März 2018 | 06:38 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. August 2018, 11:57 Uhr