Sentinel 5P liefert erste Bilder Umweltsatellit zeigt Ausmaß der Luftverschmutzung

Im Oktober ist der ESA-Satellit Sentinel 5P gestartet. Jetzt sind erste Ergebnisse da. Sie zeigen die Luftverschmutzung in völlig neuer Genauigkeit. Die Luftqualität soll so vorhergesagt werden können.

Das Ausmaß der globalen Luftverschmutzung kann jetzt in hochauflösenden Bildern begutachtet werden. Eines der ersten Bilder des Umweltsatelliten Sentinel P5 zeigt beispielsweise Stickstoffdioxide in der Luft über Europa - das Ergebnis von Massenverkehr und dem Verbrennen fossiler Energieträger.

Die Aufnahmen sind bahnbrechend. Noch nie gab es Bilder der Luftqualität in solch hoher Auflösung. Die detaillierten Aufnahmen von Sentinel 5P zeigen das ganze Ausmaß der Luftverschmutzung. Einige der Daten wurden verwendet, um eine Karte von Kohlenstoffmonoxid in der Luft zu erstellen, mit hohen Konzentrationen in Teilen Asiens, Afrikas und Südamerikas. Der Satellit zeigt außerdem einen hohen Grad an Luftverschmutzung über indischen Kraftwerken.

Laut Josef Aschbacher, Direktor der Erdbeobachtungsprogramme der europäischen Raumfahrtorganisation Esa, sollen die Daten dabei helfen, Prognosen zu treffen und könnten schon bald Einfluss auf die Klimaschutzpolitik nehmen. Mit seinen Sensoren kann der Satellit die Konzentration von Stickstoffdioxid, Methan, Kohlenstoffmonoxid und Aerosolen darstellen. Damit können die Auswirkungen des Klimawandels auf die Luftschichten besser untersucht werden.

Gestartet ist Sentinel 5P am 13. Oktober an Bord einer russischen Trägerrakete. Auf einer Umlaufbahn von 824 Kilometern Höhe wurde er ausgesetzt. Der Satellitist ist Teil des Programms Copernicus, einer Initiative, bei der unter anderem die EU und die Europäische Raumfahrtagentur an der Überwachung der Umwelt arbeiten.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | LexiTV | 13. Februar 2017 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2017, 17:06 Uhr