Astronomie Heute Nacht: Die Sternschnuppen der Geminiden sind los

Kopf hoch, heute Nacht! Denn die Sternschnuppen der Geminiden erreichen ihren Höhepunkt. Mit bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde fliegen sie über den Nachthimmel hinweg. Doch was leuchtet da genau? Staub? Luft? Wir verraten es Ihnen und zeigen Ihnen, wo sie heute Nacht hinschauen sollten.

Sternschnuppen der Lyriden über Halle
Sternschnuppen über Halle (Saale). Bildrechte: imago images/VIADATA

Heute, in der Nacht zum 14. Dezember, können Sie die meisten Sternschnuppen des Meteorstroms der Geminiden am Himmel erblicken. Bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde kann man über die gesamte Nacht hinweg erkennen. Wobei dies natürlich nur bei perfekten Bedingungen der Fall ist: Freier Himmel, wenig Lichtverschmutzung und der Radiant, also der Punkt am Himmel, von dem die Sternschnuppen zu kommen scheinen, muss direkt über Ihnen stehen.

Dennoch können Sie mit etwas Glück um die 60 Sternschnuppen pro Stunde erspähen. Dabei sollten Sie den Blick zum Sternbild Zwilling (lat. Gemini) richten. Dort befindet sich der scheinbare Ursprung der Geminiden. Ab ungefähr 20 Uhr (MEZ) haben Sie am 13. Dezember die Chance, die ersten Sternschnuppen in nordostöstlicher Himmelsrichtung zu erspähen. Die meisten Sternschnuppen werden Sie vermutlich zwischen 2.30 Uhr nachts (14. Dezember) im Südwesten und dem Morgengrauen im Westen erkennen.

Was sind Sternschnuppen überhaupt?

Wie entstehen Sternschnuppen überhaupt? Wenn ein Asteroid oder Komet um die Sonne fliegt, verliert er feine Partikel wie Staubkörner und kleine Gesteinsbrocken. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn um die Sonne diesen "Staubschweif" und die einzelnen Staubkörner und Steinchen treten in die Erdatmosphäre ein. Dort werden Sie abgebremst, erklärt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie. Dadurch werden die Partikel aufgeheizt und beginnen zu verdampfen. Unser Video zeigt Ihnen den Vorgang im Detail.

Sternenhimmel mit Sternschnuppe 2 min
Bildrechte: imago/VIADATA
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Jedes Jahr fliegen Hunderte Sternschnuppen über den Erdhimmel hinweg, seien es die Geminiden, Perseiden, Eta-Aquariiden, Quadrantiden oder andere Meteorschauer. Doch wie entstehen Sternschnuppen überhaupt?

Mo 13.12.2021 10:42Uhr 01:40 min

https://www.mdr.de/wissen/astrokalender/erklaervideo-so-entstehen-sternschnuppen100.html

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Video

"Was wir als Sternschnuppe sehen, sind allerdings hauptsächlich Luftmoleküle, die von den Staubteilchen ionisiert werden", so Liefke. Während der Ironisierung werden die "Elektronen von Atomen getrennt. Fängt das Atom danach wieder ein Elektron ein, wird Energie frei, die als Licht ausgesendet wird." Auf der Erde können wir dann eine Leuchterscheinung erkennen: eine Sternschnuppe.

Wenn Sie mehr über die Geminiden und Sternschnuppen erfahren wollen, dann können wir Ihnen den MDR WISSEN Weltraumkalender empfehlen. Dort halten wir Sie über astronomische Ereignisse, Raketenstarts und andere Raumfahrt-Meilensteine auf dem Laufenden.

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