Stunde der Wintervögel Vogelzählung: Neue im Garten?

Die Eckdaten für die "Stunde der Wintervögel" sind klar, zwischen 10. und 12. Januar ist Inventur: Vogelfans zählen eine Stunde lang Spatzen, Meisen & Co. Die Chancen auf ein paar bisher nicht gesichtete Arten stehen nicht schlecht. Man muss nur wissen, wie sie heißen.

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Hakengimpel Männchen auf einem Ast
Gestatten, Herr und Frau Hakengimpel, sie in gelb, er in rot. Bildrechte: imago images/blickwinkel
Hakengimpel Männchen auf einem Ast
Gestatten, Herr und Frau Hakengimpel, sie in gelb, er in rot. Bildrechte: imago images/blickwinkel
Hakengimpel Weibchen im Schnee
Bildrechte: imago images/blickwinkel
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Kennen Sie die Hakengimpel? Das Männchen in rot, das Weibchen in gelb? Sie sind eine an sich eher Standorttreue Finkenart, die eigentlich in der nördlichen Taiga zuhause ist. Einzelne Exemplare wurden im Herbst 2019 bereits im südlichen Skandinavien gesichtet. Wer weiß, vielleicht verirren sich auch welche in Ihren Garten? Oder Sie haben sich beim Spaziergang in einem Nadelwald beispielsweise entlang der deutsch-polnischen oder tschechischen Grenze über diese roten oder gelben Vögel gewundert. Die ernähren sich nämlich beispielsweise von den Samen der Nadelbäume.

Kleine Vogelkunde Stunde der Wintervögel - zählen Sie mit!

Kennen Sie unsere heimische Vogelwelt? Anfang Januar ruft der NABU bei der "Stunde der Wintervögel" auf, unsere Vögel zu zählen. Machen Sie mit beim größten Citizen-Science-Event Deutschlands. Unsere Galerie hilft dabei.

Amsel
Amsel - auch Schwarzdrossel. Die Männchen sind am gelb-orangen Schnabel zu erkennen. Bildrechte: Colourbox.de
Amsel
Amsel - auch Schwarzdrossel. Die Männchen sind am gelb-orangen Schnabel zu erkennen. Bildrechte: Colourbox.de
Bachstelze
Bachstelze - tippelnder Gang, wippender Schwanz, so ist sie sehr gut zu erkennen. Bildrechte: Colourbox.de
Blaumeise
Blaumeise - ganz klar, wegen der blauen Kappe. Im Unterschied zu den Kohlmeisen fehlt der schwarze Strich auf dem Bauch. Bildrechte: Sonja Haase
Ein Buchfink (Fringilla coelebs), Männchen, auf einem Baumstumpf
Der Buchfink. Bildrechte: IMAGO
Buntspecht
Der Buntspecht. Er ist die bei uns am häuftigsten vorkommende Spechtart. Bildrechte: Frank Derer/NABU
Eichelhäher
Der Eichelhäher gehört zu den Rabenvögeln. Bildrechte: colourbox
Goldammer
Die Goldammer. An ihrem gelb-goldenen Köpfchen gut zu erkennen. Bildrechte: colourbox
Sachsens Wildnis - Grünfink
Grünfink. So groß wie ein Sperling aber durch die Färbung gut zu unterscheiden. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Hocki
Kohlmeise auf einem Zweig
Der Kopf schwarz-weiß, der Bauch gelb, darauf ein schwarzer Streifen - die Kohlmeise. Bildrechte: Colourbox
Krähe
Die Krähe - als Saatkrähe mit glänzendem Gefieder, als Rabenkrähe vollständig schwarz und als Nebelkrähe grau-schwarz. Bildrechte: colourbox.com
Erlenzeisig
Der Erlenzeisig, oft auch nur Zeisig genannt. Bildrechte: Frank Heckler/NABU
Kleiber
Der Kleiber - ein geschickter Kletterer. Den Namen bekam er, weil er sein Nest bis auf ein kleines Loch zukleistert. Bildrechte: Colourbox.de
Gimpel sitzt auf verschneitem Zweig
Ein Gimpelmännchen. Die Weibchen haben statt rotem Bauch und blaugrauem Rücken dort ein graubraunes Gefieder. Bildrechte: IMAGO
Rotkehlchen
Das Rotkehlchen. Familie der Fliegenschnäpper. Inoffizieller Nationalvogel Großbritanniens. Bildrechte: Colourbox.de
Singdrossel
Die Singdrossel - etwas kleiner als die Amsel. Bildrechte: Colourbox.de
Sachsens Wildnis - Sperling
Der Sperling. Ein Singvogel. In fast jeder Hecke zu finden. Bildrechte: MDR-Zuschauer/Sonja Haase
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Ziel der Zählung

Eichelhäher
Hat sich die Eichelvollmast auf die Eichelhäher ausgewirkt? Bildrechte: colourbox

Wie immer erhofft sich der Naturschutzbund, der hinter der bundesweiten Zählaktion steckt, Aufschluss über die Entwicklung der heimischen Vogelwelt: Wie haben sich Dürre und Hitze im den vergangenen Jahren auf die Vögel ausgewirkt, welche Arten profitieren, welche nicht? Durch den heißen Sommer 2018 gab es eine sogenannte Eichelvollmast. Das könnte sich auf die Eichelhäher-Population in Deutschland ausgewirkt haben, vermutet der NABU.

Und die Amseln, nach dem Usutu-Virus?

Wie steht es um die Amseln, nachdem 2018 das Usutu-Virus bei den Singvögeln erstmals in allen Bundesländern zwischen Bodensee und Flensburg aufgetreten war und die Tiere massenhaft verendeten?

Nie zuvor waren in einem Sommer so viele an dem Virus verendete Amseln registriert worden. Entsprechend niedrig waren dann auch die gesichteten Amselexemplare ein Jahr später bei den Vogelzählungen 2019: Elf Prozent Rückgang zeigte die Zählung, oder, wie der NABU vorrechnet, 2,93 Vögel pro Garten. Das war mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005. Dennoch zählten die Amseln weiterhin zu den vier am meisten gesichteten Arten, neben Kohlmeise, Star und Feldsperling.

Woher kommt das Usutu-Virus? Identifiziert wurde es 1959 in Südafrika, erstmals in Deutschland aufgetreten ist es 2011 am Oberrhein. Die Infektion mit dem Virus lässt sich weder verhindern, noch behandeln. Infizierte Vögel verenden meist nach wenigen Tagen.

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2020, 10:31 Uhr

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