Diese künstlerische Darstellung zeigt mehrere der Planeten, die den  besonders kühlen roten Zwergstern TRAPPIST-1 umkreisen. Neue Beobachtungen in Kombination mit sehr ausgefeilten Analysen haben nun gute Schätzungen der Dichte aller sieben erdgroßen Planeten ergeben. Sie deuten darauf hin, dass die Planeten reich an flüchtigen Stoffen sind, wahrscheinlich Wasser. Die Planeten sind hier im selben Maßstab dargestellt, aber nicht  an der korrekten Position relativ zueinander.
Bildrechte: ESO/M. Kornmesser

40 Lichtjahre entfernt TRAPPIST-1-Planeten vermutlich wasserreich

2016 entdeckten Astronomen in 40 Lichtjahren Entfernung ein Planetensystem um den kühlen Zwergstern TRAPPIST-1. Jetzt fanden sie heraus: Es gibt auf ihnen möglicherweise jede Menge Wasser.

Diese künstlerische Darstellung zeigt mehrere der Planeten, die den  besonders kühlen roten Zwergstern TRAPPIST-1 umkreisen. Neue Beobachtungen in Kombination mit sehr ausgefeilten Analysen haben nun gute Schätzungen der Dichte aller sieben erdgroßen Planeten ergeben. Sie deuten darauf hin, dass die Planeten reich an flüchtigen Stoffen sind, wahrscheinlich Wasser. Die Planeten sind hier im selben Maßstab dargestellt, aber nicht  an der korrekten Position relativ zueinander.
Bildrechte: ESO/M. Kornmesser

Wasser auf anderen Planeten - für Astronomen, Planetenforscher und Exo-Biologen ist das eine, wenn nicht gar die wichtigste Voraussetzung für Leben. Neue Untersuchungen der sieben Planeten, die um den Zwergstern TRAPPIST-1 kreisen haben nun ergeben: sie sind wasserreich. Einige könnten sogar mehr Wasser enthalten als die Erde.

Dafür haben die Astronomen und Physiker neueste Untersuchungsdaten der ESO-Sternwarten in Chile und des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops genutzt. Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Simon Grimm von der Universität Bern in der Schweiz hat daraus mit Computermodellierungsmethoden die Dichte der Planeten mit einer viel besseren Genauigkeit bestimmt als zuvor. Das Ergebnis: Bei einigen der Planeten könnten fünf Prozent der Masse in Form von Wasser vorliegen. Das ist 250 Mal mehr als auf der Erde.

Bei den Planeten, die nahe am Stern liegen, vermuten die Forscher eine Wasserdampfatmosphäre, bei den entfernteren eine Eisschicht. Der vierte Planet kommt der Erde am nächsten, so die Computermodelle. Er scheint von den sieben Planeten derjenige mit dem größten Gehalt an Gestein zu sein und hat zudem das Potenzial, Wasser in flüssiger Form zu beherbergen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Februar 2017 | 20:08 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Februar 2018, 10:17 Uhr