MDR Fernsehen | 28.12.2019 | 12:15 Uhr Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen

Sie werden erst aktiv, wenn es Nacht wird: Füchse, Marder, Uhus und Waschbären trauen sich dann aus ihren Verstecken. Im Schutz der Dunkelheit suchen sie Partner, Reviere oder Nahrung. Nur wenige Spuren verraten ihr nächtliches Treiben. Dem Dokumentarfilmer Uwe Müller ist es gelungen, ganz ungewöhnliche Einblicke in das Nacht-Leben dieser Tiere zu erlangen.

Fachwerkhaus bei Nach tmit Vorgarten 43 min
Nächtliches Fachwerkhaus mit Vorgarten Bildrechte: MDR/Capricornum Film/Julian Kolb

Wenn die Dunkelheit einbricht, kommen sie zum Vorschein: Die Nachtigall singt ihr Lied, Glühwürmchen gehen leuchtend auf Brautschau, der Steinmarder kriecht aus dem Dachkasten, der Dachs verlässt sein Kellerloch und der Waschbär klettert aus einem verlassenen Schornstein, der ihm tagsüber als Schlafplatz diente.

Naturfilm "Wilde Nächte" Tiere der Nacht - Ein Album


Tierfilm: Wilde Nächte
Der Tag entschwindet und viele nachtaktive Tiere verlassen ihre Behausung. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Der Tag entschwindet und viele nachtaktive Tiere verlassen ihre Behausung. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Die Hauskatze wüsste viele Geschichten zu erzählen. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Dabei kommen sie heute den Menschen erstaunlich nah. Bildrechte: Julian Kolb, Capricornum Film
Tierfilm: Wilde Nächte
...dass sie einen neuen Nachbarn hat: den Dachs. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Doch aufgepasst: Auf die Jäger lauert ein Jäger... Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
... und der Hausrotschwanz stecken lautstark ihr Revier ab. Es beginnt die blaue Stunde. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Mit seiner markanten Maske sieht der Waschbär aus, wie ein Einbrecher. Doch er begibt sich.... Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
...genau wie der Steinmarder auf Nahrungssuche Bildrechte: Julian Kolb, Capricornum Film
Tierfilm: Wilde Nächte
Die Hauskatze durchstreift ihr Revier und wundert sich, .... Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Filmszene aus „Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen“
Aber auch die Füchsin schleicht umher. Sie ist auf Beutefang für ihre Jungtiere. Bildrechte: MDR/Michael Eßig
Tierfilm: Wilde Nächte
Noch hängt die Hufeisennase sicher in ihrem Versteck. Später wird auch sie auf Insektenfang gehen. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Der Uhu kann selbst in vollkommener Dunkelheit auf Jagd gehen. Füchse, Marder oder Katzen, selbst Greifvögel und Krähen in ihren Schlafbäumen sind vor ihm nicht sicher. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Tierfilm: Wilde Nächte
Die Nacht endet, begleitet vom Gesang der Vögel. Das Rotkehlchen.... Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
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Sie alle sind nachtaktive Tiere und leben inmitten unserer Städte. Hier gibt es Nahrung im Überfluss. Dabei scheuen sie auch nicht - im Schutz der Dunkelheit- dem Menschen ganz nahe zu kommen: Siebenschläfer erkunden lautstark Häuser und Wohnungen, Marder knabbern an Autokabeln und Füchse versetzten Hühnerhöfe in hellen Aufruhr.

Gefahren in der Dunkelheit

Auf der Suche nach Partnern, Revieren oder Nahrung lauern auf die nachtaktiven Lebewesen in Städten und Dörfern aber auch Gefahren: vor einem Jäger wie dem Uhu ist beispielsweise kaum ein Tier sicher. So wird das Leben im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit zu einer permanenten Gratwanderung zwischen Leben und Tod. Doch sobald die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen, ist die Jagd vorerst beendet und die Nachtschwärmer werden wieder unsichtbar. Bis zur nächsten wilden Nacht!

Preisgekrönter Naturfilm

Über zwei Jahre lang hat sich der Tierfilmer Uwe Müller auf die Lauer gelegt und so manche schlaflose Nacht verbracht. Um die mit perfekten Sinnen ausgestatteten Nachttiere vor die Kamera zu bekommen und ihr natürliches Verhalten einzufangen, brauchte er nicht nur Geduld. Mit moderner Nachtfilm-Technik ist es ihm gelungen, Licht ins unbekannte Leben der Tiere bringen.

"Dies ist ein poetischer Film, der mit Wortwitz, guter Musik und ungewöhnlichen Bildern überzeugt" und der aus diesen Gründen für seine gefühlvolle Komposition und als "Bester Naturfilm" ausgezeichnet wurde.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | Wilde Nächte – wenn die Tiere erwachen | 09. Dezember 2019 | 20:15 Uhr

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