Influenza Ständige-Impfkommission empfiehlt den vierfachen Grippeschutz

Zwischen Januar und März erkranken jedes Jahr zahlreiche Menschen an der Grippe. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts rät nun zur vierfachen Impfung gegen das Volksleiden.

Eine Person bekommt eine Spritze, die Nadel dringt in die Haut am Oberarm ein.
Experten emfpehlen eine Vierfachimpfung gegen die Grippe. Bildrechte: Colourbox.de

Mediziner von der Universität Leipzig haben es bereits empfohlen, jetzt folgt auch die Ständige-Impfkommission (Stiko) am nationalen Robert-Koch-Institut der Einschätzung: Die Impfung zum Schutz gegen die Grippe (Fachbegriff Influenza) soll künftig gegen vier verschiedene Varianten der Viren wirken und nicht mehr gegen drei, wie bisher.

Das Gremium hatte bereits vor rund zwei Wochen eine entsprechende Änderung beschlossen. Am vergangenen Wochenende hatte zuerst die Zeitung "Der Tagesspiegel" darüber berichtet.

Aufgrund der langen Prozeduren werden gesetzlich Versicherte in der jetzt beginnenden aktuellen Grippesaison wahrscheinlich nicht mehr von der Änderung profitieren. Denn die Empfehlung der Stiko wird erst im kommenden Januar gültig, wenn das Gremium die wissenschaftliche Begründung veröffentlicht. Danach muss noch der gemeinsame Bundesausschuss darüber entscheiden, ob die neue Vierfachimpfung künftig von den Krankenkassen für alle Patienten bezahlt werden muss. Bisher werden oft nur in solchen Fällen die Kosten erstattet, in denen der Arzt die Maßnahme ausdrücklich begründet.

In Deutschland zweifeln viele Menschen am Sinn der Grippeimpfungen. Die Viren mutieren häufig, deshalb kann es trotz Impfung zur Erkrankung kommen. Dennoch raten Mediziner vor allem solchen Patienten, für die eine neue Infektion akut bedrohlich ist, zu der Schutzmaßnahme. Dazu zählen Senioren, chronisch Kranke und schwangere Frauen.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP | MDR JUMP am Nachmittag | 19. Oktober 2017 | 19:50 Uhr