Studie Schöner altern mit Schokolade

Schokolade, Tee und Kaffee - lecker, sieht man aber dümmstenfalls den Zähnen an. Eine Studie belegt jetzt, welcher Zusatzstoff sie zum "Alters-Schutzschild" machen könnte.

Manche Studien sind fast zu schön um wahr zu sein, wie diese hier aus Nürnberg: Sie rückt nämlich Schokolade, Tee und Kaffee in ein schönes, neues Licht: Mit Zink versetzt könnten sie Alterungsprozessen vorbeugen und sich auf die Lebenserwartung auswirken. Das haben Forscher in Erlangen und Alabama in einer Untersuchung über die Wirkungsweise von Zink in bestimmten Nahrungsmitteln herausgefunden.

Gegen den "oxidativen Stress"

Dabei zeigte sich, dass Zink ein organisches Molekül aktivieren und ein Enzym gegen das Superoxid bilden kann. Superoxid ist ein Zwischenprodukt der menschlichen Zellatmung, das für den sogenannten oxidativen Stress verantwortlich ist, der uns altern lässt und unsere Lebenserwartung beeinflusst. Das Besondere an den Forschungsergebnissen ist, dass mit Zink dieses Enzym gebildet werden kann, ohne dass dafür redoxaktive Übergangsmetalle wie Mangan, Eisen, Nickel oder Kupfer gebraucht werden. Die wirken nämlich zwar auch antioxidativ, fördern aber bei Überdosierung wiederum den oxidativen Stress, der uns alt macht.

Zink dagegen wirkt weniger toxisch und ist den Forschern zufolge als Zusatzstoff in Schokolade, Kaffee oder Tee denkbar. Ivana Ivanović-Burmazović, Professorin an der Universität Nürnberg-Erlangen und Mitautorin der Studie, glaubt, dass die Hersteller auf die Forschungsergebnisse reagieren werden.

Es ist durchaus möglich, dass es irgendwann mit Zink versetzten Wein, Kaffee, Tee oder Schokolade gibt.

Ivana Ivanović-Burmazović

Aber Vorsicht! Ivanović-Burmazović warnt: Alkohol würde die positiven Wirkungen "verzinkter" Genussmittel ausschalten. Mit Grog oder Irish Coffee sollte man in Zukunft also auch nicht darauf anstoßen, wenn man mit Schokolade etwas Gutes für die Lebensdauer tun will.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP bei der Arbeit | 13. September 2018 | 10:45 Uhr