Zerknüllte Packung filterlose Reval-Zigaretten neben dem Warnhinweis einer anderen Zigarettenschachtel
Bildrechte: imago/imagebroker/theissen

Zigaretten Rauchen ohne Filter: 40 Prozent mehr Lungenkrebs

Forscher aus den USA haben untersucht, ob verschiedene Arten von Zigaretten zu unterschiedlichen Krebsrisiken führen. Dabei zeigte sich: Rauchen ohne Filter führt deutlich öfter zu Lungenkrebs,als mit Filter.

Zerknüllte Packung filterlose Reval-Zigaretten neben dem Warnhinweis einer anderen Zigarettenschachtel
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Raucher filterloser Zigaretten sterben nahezu doppelt so häufig an den Folgen des Rauchens, als Raucher von Filterzigaretten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher, die Daten aus dem nationalen Lungen-Screening in den USA ausgewertet haben. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, war bei den filterlosen Rauchern um 40 Prozent erhöht.

Die Wissenschaftler um Nina Thomas von der medizinischen Universität in South Carolina verglichen zudem die Daten von Rauchern regulärer Zigaretten und solchen von ultraleichten oder leichten Marken. Das Krankheitsrisiko unterschied sich zwischen beiden Gruppen nicht. Allerdings gaben die Raucher leichter Zigaretten ihre Sucht seltener auf.

Menthol macht keinen Unterschied

In einem dritten Vergleich untersuchten die Forscher außerdem, ob Mentholzigaretten andere Folgen hatten als unaromatisierte Zigaretten. Hier konnten sie aber keine Unterschiede finden, weder bei den gesundheitlichen Folgen noch bei der Suchtwirkung. Ihre Ergebnisse präsentieren die Forscher bei der internationalen Tagung der Amerikanischen Lungengesellschaft, die derzeit in Dallas stattfindet.

(ens)

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP | 18. Mai 2019 | 10:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2019, 08:47 Uhr