Zeitreise Mitteldeutschland | Station 4 | Ereignisse 24.04.1547 - Schlacht bei Mühlberg

Reformation und Landesherrschaft 1485-1648

Schlacht bei Mühlberg an der Elbe: Der protestantische Schmalkaldische Bund unter der Führung des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich (Ernestiner) wird von den katholischen kaiserlichen Truppen, die unter der Führung des sächsischen Herzogs Moritz (Albertiner) stehen, vernichtend geschlagen.

In der Wittenberger Kapitulation muss Johann Friedrich die Kurfürstenwürde und die Kurlande (Wittenberg) an Moritz abtreten, sodass fortan die sächsische Herzogs- und Kurfürstenwürde wieder in einer Person vereint sind - mit der "Leipziger Teilung" von 1485 waren Herzog- und Kurfürstentum getrennt worden.

Damit verlagern sich die politischen, wirtschaftlichen und territorialen Gewichte innerhalb des wettinischen Gesamthauses eindeutig auf die albertinische Seite. Die Ernestiner bleiben auf ihre thüringischen Besitzungen beschränkt, die durch Erbteilung eine extreme Zersplitterung erfahren.