Zeitreise Mitteldeutschland | Station 4 | Ereignisse 24.10.1648 - Westfälischer Frieden

Reformation und Landesherrschaft 1485-1648

Mit dem Westfälischen Frieden endet der Dreißigjährige Krieg.

Mitteldeutschland, vor allem der historische Raum an Mittelelbe, unterer Saale und Harzvorland gehört bei Kriegsende zu den am meisten zerstörten Regionen. Dörfer sind verwüstet oder von den Überlebenden verlassen worden und werden nicht wieder besiedelt. Besonders hart triff es die Dörfer rund um Magdeburg und an der großen Durchmarschstraße von Magdeburg nach Halle und Aschersleben. Ebenso diejenigen rund um Saalfeld, wo sich kaiserliche und schwedische Truppen 1640 monatelang gegenüber gestanden hatten. Im Kurfürstentum Sachsen zählen das Elbtal und vor allem ein Streifen von Leipzig über Wurzen, Chemnitz und Freiberg bis nach Dresden zu den am stärksten zerstörten Gebieten. In Thüringen triff es das Altenburger Land, das Durchzugsland für riesige Truppenmassen war, die hier Quartier bezogen, biwakierten oder das Land plünderten.

Der Dreißigjährige Krieg ist eine der traumatischsten Epochen der deutschen Geschichte. Der anteilmäßige Bevölkerungsverlust durch den Krieg selbst als auch durch seine Nachfolgeerscheinungen wie Pest und Hungersnöte liegt höher als im Zweiten Weltkrieg, die Zahl der durch den Dreißigjährigen Krieg Entwurzelten und seine materiellen Zerstörungen sind groß, die von ihm ausgelöste kulturelle und wirtschaftliche Erschütterung hält sehr lange an.