Betriebskantinen in der DDR Jägerschnitzel, Makkaroni und Kohl

Menschen in einer Betriebskantine
90 Prozent aller DDR-Betriebe mit mehr als 60 Angestellten verfügten über eine eigene Kantine. Die Kantinenversorgung ging zurück auf einen Befehl der Sowjetischen Militäradministration von 1947. Dieser regelte die "Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität". Ab dem 1. November 1947 musste in allen Betrieben Mittags eine warme Mahlzeit angeboten werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Menschen in einer Betriebskantine
90 Prozent aller DDR-Betriebe mit mehr als 60 Angestellten verfügten über eine eigene Kantine. Die Kantinenversorgung ging zurück auf einen Befehl der Sowjetischen Militäradministration von 1947. Dieser regelte die "Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität". Ab dem 1. November 1947 musste in allen Betrieben Mittags eine warme Mahlzeit angeboten werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Preistafel der Kantine
In den Betriebskantinen kostete eine Mahlzeit für gewöhnlich zwischen 30 Pfennigen und 3 Mark, Nachschlag war in jedem Fall gratis. Die Mahlzeiten wurden von den Betrieben stark subventioniert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Köchinnen der Friedrich-Schiller-Universität Jena sorgen für eine leckere Mahlzeit, 1954.
Mit der DDR-Mangelwirtschaft hatten selbstverständlich auch die Kantinen zu kämpfen. Improvisation war für die Küchenkräfte Alltag. Einzig und allein ein Gemüse war immer verfügbar: Kohl. Und zwar in allen Variationen: Sauerkohl, Rotkohl, Weißkohl... Bildrechte: dpa
Ein Teller mit Nudeln und Tomatensoße.
Kam oft auf die Teller der Betriebskantinen: Makkaroni mit Tomatensoße... Bildrechte: IMAGO
Eine sogenannte 'Karlsbader Schnitte', ein aus DDR-Zeiten stammendes, leicht zu bereitendes Gericht mit einer Scheibe Weiߟbrot, einer Scheibe Kochschinkenund einer Scheibe Käse - kurz im Backofen erhitzt und mit Tomate und Ketchup garniert.
Ein anderes beliebtes Gericht - die "Karlsbader Schnitte". Ein relativ leicht zu bereitendes Essen, das aus einer Scheibe Weiߟbrot, einer Scheibe Kochschinken und einer Scheibe Käse bestand. Es wurde kurz im Backofen erhitzt und mit Tomate und Ketchup garniert. Bildrechte: dpa
Drei panierte Scheiben Jagdwurst liegen als Jägerschnitzel auf einer Portion Spirelli mit Tomatensoߟe in einer Speisegaststätte in Leipzig (Sachsen).
Der Klassiker in allen Betriebskantinen: Jägerschnitzel mit Makkaroni und Tomatensoße. Das Jägerschnitzel im Osten ist nichts anderes als eine gebratene Scheibe Jagdwurst. Den Fehler, paniertes Schweineschnitzel mit Pilzrahmsoße dahinter zu vermuten, machte jeder Westdeutsche nach der Wende nur einmal…. Bildrechte: dpa
Bockwurst und Kartoffelsalat
Noch so ein Klassiker aus dem Kantinenalltag der DDR: Bockwurst mit Kartoffelsalat. (Über dieses Thema berichtet der MDR auch in "MDR Zeitreise", 27.02.2018, 21.15 Uhr.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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