Hungerstreik der Kalikumpel - Bischofferode 25 Jahre danach

Bischofferode - 25 Jahre nach dem Hungerstreik

Multimedia-Reportage

Mehr zur Geschichte des Kaliwerkes

Bischofferode - Die Geschichte der Schließung in Bildern

Bischofferode exportierte schon zu DDR-Zeiten hochwertiges Kalisalz nach Westeuropa. Nach der Wende soll die Grube trotzdem zugemacht werden. Der Kampf der Bergleute gegen die Treuhand sorgt weltweit für Aufmerksamkeit.

Blick auf Kalibergwerk Bischofferode.
Die Kaligrube in Bischofferode, hier auf einem Foto vom Sommer 1993, gehörte seit 1970 zum VEB Kombinat Kali. Nach der Wende übernimmt die Treuhand alle ostdeutschen Kaligruben. Sie werden unter dem Dach der Mitteldeutschen Kali AG vereint. Bildrechte: IMAGO
Blick auf Kalibergwerk Bischofferode.
Die Kaligrube in Bischofferode, hier auf einem Foto vom Sommer 1993, gehörte seit 1970 zum VEB Kombinat Kali. Nach der Wende übernimmt die Treuhand alle ostdeutschen Kaligruben. Sie werden unter dem Dach der Mitteldeutschen Kali AG vereint. Bildrechte: IMAGO
Ulrich Steger
Die Treuhand beauftragt Ulrich Steger, ehemals Wirtschaftsminister im Kaliland Hessen, als Aufsichtsratsvorsitzender die Mitteldeutsche Kali AG zu sanieren und einen neuen Eigentümer zu finden.

Bildrechte: IMAGO
Blick auf das frühere Haus der Ministerien in der Leipziger Straߟe, in dem nun die Berliner Treuhandanstalt eingezogen ist.
Das Treuhandgebäude in Berlin: Ab Mai 1992 werden hier geheime Gespräche mit der westdeutschen Kali und Salz AG aus Kassel geführt. Bildrechte: dpa
Kalikumpel blockieren am 9.4.1993 mit einem groߟen Untertagegerät das Werkstor zum Kaliwerk Bischofferode in Thüringen.
Am 6. April 1993 beschließt die Treuhand, dass alle ostdeutschen Kaligruben, also auch Bischofferode, von der westdeutschen Kali und Salz AG übernommen werden sollen. Kali und Salz will Bischofferode bis zum Ende des Jahres schließen. Einen Tag später besetzen die Kumpel das Werk. Bildrechte: dpa
Unternehmer Peine
Aber es gibt Hoffnung für die Kumpel in Bischofferode: Johannes Peine, ein Unternehmer aus Niedersachsen, will das Werk übernehmen und es unabhängig von der Kali und Salz AG betreiben. Bildrechte: IMAGO
Kundgebung in Bischofferode
Menschen aus ganz Deutschland solidarisieren sich mit den Bergleuten. Zahlreiche Politiker besuchen die Grube im Eichsfeld. PDS-Bundestagsabgeordneter Gregor Gysi ist damals oft in Bischofferode. Bildrechte: IMAGO
Plakat mit Aufschrift 'Wir sind auf Eurer Seite Kalikumpel'
Von überallher erhalten die Kumpel  Zuspruch, Geldspenden und Besuche. Urlauber schicken ermutigende Postkarten von der Ostsee. Sogar die Puhdys geben in Bischofferode ein Solidaritätskonzert. Bildrechte: IMAGO
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Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV:

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Bischofferode - Das Treuhand-Trauma | 05.07.2018 | 20:15 Uhr