Elektromobilität E-Autos aus Leipzig: Startschuss vor 10 Jahren

Das Leipziger BMW-Werk: Erfolgreich wurde es durch die Produktion von E-Autos. Seit 2010 laufen die in der Messestadt vom Band. Den klassischen Benziner produzieren die Münchner sogar schon seit 15 Jahren in Leipzig. In Sachen Nachhaltigkeit ist das hochmoderne sächsische Werk Aushängeschild des bayrischen Autoherstellers. Mehr zur Geschichte von BMW in Leipzig.

Montage des i8
Leipzig gilt als Wegbereiter der Elektromobilität bei BMW. So wurde in dem sächsischen Werk bis Mitte 2020 der Elektrosportwagen i8 gebaut. Mit dem Ausbau der Produktion von E-Antrieben soll das Werk weiter wachsen. BMW investiert dafür 100 Millionen Euro in Leipzig. Bildrechte: dpa
Montage des i8
Leipzig gilt als Wegbereiter der Elektromobilität bei BMW. So wurde in dem sächsischen Werk bis Mitte 2020 der Elektrosportwagen i8 gebaut. Mit dem Ausbau der Produktion von E-Antrieben soll das Werk weiter wachsen. BMW investiert dafür 100 Millionen Euro in Leipzig. Bildrechte: dpa
Angela Merkel und Norbert Reithofer von BMW drücken den symbolischen Roten Knopf, 2010
Den symbolischen Startschuss für die E-Autos aus Leipzig gaben Kanzlerin Angela Merkel und der damalige BMW-Chef Norbert Reithofer am 5. November 2010. Bildrechte: imago images/Xinhua
Ein elektrisch angetriebener BMW i3 lädt an einer Ladesäule.
Drei Jahre später (2013) war es soweit: Der erste in Großserie gefertigte BMW mit Elektroantrieb lief in Leipzig vom Band – ein Höhepunkt in der Geschichte von BMW und der Messestadt. Bildrechte: dpa
Mit einer BMW-Mütze auf dem Kopf prostet der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee am Abend des 18.07.2001 im Rathaus den Bürgern mit einem Glas Freibier zu.
Der Grundstein für die sächsisch-bayrische Zusammenarbeit wurde schon Jahre zuvor gelegt, am 18. Juli 2001: Leipzig bekam damals den Zuschlag als BMW-Standort und setzte sich gegen mehr als 250 Bewerber durch. Grund zum Feiern – mit dem damaligen Oberbürgermeister Tiefensee und Freibier beim "BMW-Willkommens-Umtrunk" im Rathaus. Bildrechte: dpa
Wie bei einer Fotosafari fahren am 30.8.2001 Journalisten bei der Präsentation am künftigen neuen BMW-Standort in Leipzig entlang.
Dass hier im Nordosten Leipzigs etwas großes entstehen sollte, das war allen klar. Entsprechend groß war das Medieninteresse bei einer Fotosafari am künftigen BMW-Standort in Leipzig, 2001. Bildrechte: dpa
Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt am 7.5.2002 den symbolischen ersten Spatenstich für das neue BMW-Werk in Leipzig vor, links der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee.
Gedränge auch beim ersten Spatenstich im Mai 2002: Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder packte schwungvoll mit an. Bildrechte: dpa
Blick auf die Baustelle für das neue BMW-Werk in Leipzig, aufgenommen am 14.4.2003.
In das neue Werk mit 5.500 Arbeitsplätzen investierte BMW rund 1,3 Milliarden Euro. Gebaut wurde etwa drei Jahre, auf einer mehr als 200 Hektar großen Fläche. Mit mehr als 4.000 Beschäftigten war es Europas größte Industriebaustelle. Bildrechte: dpa
Der Haupteingang vom neuen BMW-Werk in Leipzig spiegelt sich auf einem Autodach, 2005
Am 1. März 2005 startete die Produktion. Das Bild zeigt den Haupteingang des Leipziger Werks. Für den Bau erhielt die englische Stararchitektin Zaha Hadid im selben Jahr den Deutschen Architekturpreis. Bildrechte: dpa
3er Karrosserien auf Transportbändern
Als erstes Kundenfahrzeug rollte ein BMW 320i vom Band. Auf dem Foto sind 3er-Karrosserien zu sehen, die oberhalb der Büroetage fast lautlos auf Transportbändern in die Lackiererei laufen. Bildrechte: dpa
Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig montieren das "Drive-Modul", die Unterbodengruppe mit Batterie, für den elektrisch angetriebenen i3.
2010 folgte schließlich der Sprung in die Elektromobilität. BMW erweiterte dafür das Werk, investierte rund 400 Millionen Euro und schuf 800 neue Arbeitsplätze. Bildrechte: dpa
Elektrofahrzeuge an einer Ladestation
So werden in Leipzig seit 2013 Elektroautos mit Carbonfaser-Karosserie montiert. Bildrechte: dpa
Der Ministerpräsident von Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), der BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt und der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD, r-l) stehen am Freitag (30.05.2008) am BMW-Standort in Leipzig zum Richtfest eines neues Presswerkes.
Eigens dafür entstand in Leipzig das weltweit erste Carbon-Presswerk. Das Foto zeigt Sachsens Ex-Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, den BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt und den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung beim Richtfest für das Presswerk, 2008. Bildrechte: dpa
Der einmillionste BMW der 1er-Reihe fährt am 9.12.2011 durch eine von den Mitarbeitern gebildete Gasse im BMW-Werk Leipzig.
Am 9. Dezember 2011 lief der einmillionste BMW aus Leipzig vom Band. 14 verschiedene Modellreihen entstanden über die Jahre. Bildrechte: dpa
Produktion eines BMWs bei der sogenannten "Hochzeit"
Heute arbeiten pro Schicht bis zu 1.200 Mitarbeiter im Werk. Zu Hochzeiten bauen sie bis zu 1.000 Autos. Bildrechte: dpa
Ein Mitarbeiter geht in einem Gang der neuen BMW-Speicherfarm entlang.
Das Leipziger Werk ist eines der modernsten der Welt und Aushängeschild für Nachhaltigkeit bei BMW. Vier Windräder versorgen das Werk mit Strom, der in einer werkseigenen Farm aus 500 ausgedienten und neuen E-Auto-Batterien gespeichert wird. Bildrechte: dpa
Beschäftigte des BMW-Werkes Leipzig laufen während eines Warnstreiks vor dem Werk entlang.
Doch über die Jahre gab es auch immer wieder Kritik von der Gewerkschaft, zum Beispiel wegen der hohen Zahl von Leiharbeitern. Zeitweise waren es mehr als 40 Prozent der Belegschaft. Heute sind es nach Gewerkschaftsangaben 30 Prozent. Bildrechte: dpa
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