Dokumentarfilm "Der vergessene Schatz" Unangepasste DDR-Kunst

An einem geheimen Ort in Brasilien lagert ein Schatz: die größte Privatsammlung nonkonformer Kunst aus der DDR. Ihr Sammler, der brasilianische Diplomat Chagas Freitas, ist der Schlüssel zu einem fast vergessenen Kapitel deutscher Geschichte.

Es ist die vielleicht schönste Parallelwelt der jüngeren Kunstgeschichte: die nonkonforme Szene der ehemaligen DDR. Vereint in stillem, aber sturem Widerstand gegen die Diktatur und doch verbunden mit ihr in leidenschaftlicher Illoyalität, bevölkert von hochqualifizierten, introvertierten Individualisten.

Der nonkonformen DDR-Kunst auf der Spur

Es gibt sie noch, diese Szene, der so viele Experten vor 30 Jahren den Durchbruch voraus sagten und die es doch nie ins Blickfeld der Allgemeinheit schaffte oder schaffen wollte: weder im Sozialismus, noch im wiedervereinten Deutschland.

Die Dokumentation "Der vergessene Schatz" erzählt diese Geschichte aus der Perspektive des Regisseurs Tom Ehrhardt, der Aktivistin und Schriftstellerin Gabriele Stötzer, des Malers Eberhard Göschel und des exzentrischen Sammlers Chagas Freitas aus dem brasilianischen Urwald.

Für seinen Film hat Ehrhardt mehr als 60 Künstlerinnen und Künstler, Galeristen und Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker interviewt – aber nicht alle haben es schlussendlich in den fertigen Film geschafft. Fünf von ihnen stellt uns der Filmemacher vor:

Über dieses Thema berichtete der MDR in "Der vergessene Schatz": TV | 19.01.20 | 23:05 Uhr