HO - die staatliche Handelsorganisation der DDR

Konsum Warenhaus am Brühl, die Blechbüchse in Leipzig. Aufgenommen am 01.06.1990
In der DDR errichtete Kaufhaus-Neubauten waren leicht an ihren rasterartigen Metallfassaden zu erkennen. Das Warenhaus in Leipzig - zur "Konkurrenz" der Konsum-Genossenschaft gehörend - wurde deswegen nur Blechbüchse genannt. Bildrechte: imago/Detlev Konnerth
Blick auf ein HO Zeichen an einer Gaststätte
Die HO war das volkseigene, also staatliche, Einzelhandelsunternehmen der wenig später gegründeten DDR. In den ersten Jahren bot die HO sogar Lebensmittel ohne Lebensmittelmarken an, die es im Land bis Mitte 1958 gab. Außerdem gab es bei der HO lang entbehrte Gebrauchsgüter. Bildrechte: imago/Norbert Fellechner
Mobile HO-Verkaufstellen versorgen die Bevölkerung in der Berliner Randgebieten Aufnahmedatum geschätzt
Mit Verkaufswagen wurde Anfang der 1950er auch die Bevölkerung auf dem Land versorgt. Bildrechte: imago/snapshot
Teilansicht der DDR-typischen HO-Kaufhallen-Bauten (1980)
Ab Ende der 1960er eröffnete die HO zunehmend Kaufhallen mit Waren des täglichen Bedarfs, gut erkennbar an ihrer Architektur. Die Neubauten waren flache Eingeschosser mit zickzackförmigem Dach. Im Bild: Die HO-Kaufhalle in der Greifswalder Straße in Berlin, Anfang der 1980er. Bildrechte: dpa
Metzgerei in Köpenick in Berlin Ost 1985
Trotzdem existierten bis zum Ende der DDR viele Einzelhandelsgeschäfte der HO weiter. Die meist kleinen Läden war spezialisiert. Es gab Verkaufsstellen für Fleisch und Wurst (im Bild eine Metzgerei in Berlin- Köpenick), Obst und Gemüse, ... Bildrechte: imago/Sven Simon
HO Handelsorganisation Kaufhalle DDR
Bei der Eröffnung des ersten HO-Geschäftes in der sowjetischen Besatzungszone am 15.11.1948 in Berlin herrscht großer Andrang. Drei Jahre nach Kriegsende ist die Versorgungslage noch immer schwierig. Bildrechte: dpa
Einer von 57 Imbiss- und Erfrischungskiosken der HO in Berlin (Ost) Aufnahmedatum geschätzt
Die HO besaß nicht nur Geschäfte zum Einkaufen, sondern deckte das ganze Spektrum der Versorgung mit Lebensmitteln und Waren aller Art ab. Es gab Kioske mit Imbiss, ... Bildrechte: IMAGO
Gäste im japanischen Gastzimmer
Auch Sushi in Suhl in der legendären Gaststätte "Waffenschmied" wurde unter dem Dach der HO serviert. Bildrechte: dpa
Indienstellung eines Verkaufbootes der HO zur Versorgung der Wassersportler mit Lebensmitteln auf den Berliner Gewässern
Auch das war die HO - Kundendienst auf und an den Gewässern der Republik. Die Verkaufsboote versorgten Wassersportler, Camper und Baustellen mit Lebensmitteln und anderen Waren. Bildrechte: IMAGO
Hotel Neptun
Und die besten Hotels der DDR gehörten zur HO, zum Beispiel das 1971 eröffnete Hotel "Neptun" direkt am Strand von Warnemünde. Bildrechte: imago/Marco Bertram
HO Handelsorganisation Kaufhalle DDR
Der Trend ging zu größeren Verkaufsflächen. Hier ein Blick in eine HO-Kaufhalle in Leipzig 1973. Bildrechte: dpa
Eingang eines HO-Textilgeschäftes
... für Bekleidung und Stoffe, kurzerhand HO Textil, für Schreibwaren, Haushaltswaren, Spielzeug, aber auch sogenannte Industriewaren wie Werkzeuge und kleine Eisenwaren. Bildrechte: IMAGO
Möbelhaus der Handelsorganisation der DDR am Rosenthaler Platz in Berlin (Ost, 1949)
Von Anfang an setzte die HO aber auch auf große Verkaufshäuser, zum Beispiel für Möbel wie hier in Berlin. Bildrechte: IMAGO
Konsum Warenhaus am Brühl, die Blechbüchse in Leipzig. Aufgenommen am 01.06.1990
In der DDR errichtete Kaufhaus-Neubauten waren leicht an ihren rasterartigen Metallfassaden zu erkennen. Das Warenhaus in Leipzig - zur "Konkurrenz" der Konsum-Genossenschaft gehörend - wurde deswegen nur Blechbüchse genannt. Bildrechte: imago/Detlev Konnerth
Bananen waren der Renner bei der Eröffnung des ersten kombinierten HO Kaufhalle und Spar-Supermarkts in der DDR im Ort Haldensleben bei Magdeburg am 29.03.1990.
Nach der Wende wurde die HO von der Treuhand verkauft. In die Kaufhallen zog oft schon vor der Währungsunion 1990 ein Handelspartner aus den alten Bundesländern ein, zum Beispiel Spar, wie hier in Haldensleben. Die Centrum-Warenhäuser gingen in der Regel an die Ketten Kaufhof, Karstadt und Hertie. Viele kleine Läden wurden jedoch für immer geschlossen. (pkl)
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Umschau | 17.04.2018 | 20:15 Uhr.)
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Blick auf ein HO Zeichen an einer Gaststätte
Die HO war das volkseigene, also staatliche, Einzelhandelsunternehmen der wenig später gegründeten DDR. In den ersten Jahren bot die HO sogar Lebensmittel ohne Lebensmittelmarken an. Außerdem gab es lang entbehrte Gebrauchsgüter. Bildrechte: imago/Norbert Fellechner