Geschichte Mitteldeutschlands 2016 Der Erfurter Schatz und seine Geschichte

Geschichte Mitteldeutschlands erzählt die Geschichte hinter dem berühmten Erfurter Schatz. Es ist der 21. März 1349, der Erfurt für immer verändert und die Geschichte dreier Männer, von denen nur einer die dramatischen Ereignisse überlebt …

Erfurt, 1349. In der Stadt grassiert die Angst. Eine todbringende Seuche bedroht die Stadt und ihre Bürger. Eine Seuche, die zuvor schon Städte in ganz Europa zu riesigen Friedhöfen gemacht hat. Die Pest hat ganze Landstriche entvölkert. Taucht die Krankheit erst in einer Stadt auf, gibt es für deren Bewohner kein Entkommen. Nun also Erfurt? In dieser angespannten Situation treffen einzelne Stimmungsmacher eine Entscheidung, die zu einem unfassbaren Verbrechen führt: Ein Verbrechen, das die Geschichte der Stadt für immer verändern wird.

Spektakulärer Fund 1998

Erfurt, 1998: Es ist ein spektakulärer Fund, auf den Bauarbeiter mitten in der Stadt zufällig stoßen: ein kostbarer mittelalterlicher Schatz. Ein Schatz, wie er nie zuvor in Deutschland entdeckt wurde. Mehr als 3000 französische Silbermünzen, 14 Silberbarren und mehr als 700 weitere wertvolle Gegenstände: teure Broschen, einige Ringe, mittelalterliche Gürtelteile, zahlreicher Gewandbesatz und eine kleine, kunstvoll gearbeitete Dose. Unbestreitbares Highlight des Schatzes ist ein aufwendig gearbeiteter jüdischer Hochzeitsring. Das Grundstück, unter dem der Schatz gefunden wurde, gehörte im Jahr 1349 dem jüdischen Bankier Kalman von Wiehe.

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2016, 21:28 Uhr