Subbotnik - Arbeitseinsatz für den Sozialismus

Mädchen putzt eine Statue
Das Wort Subbotnik ist abgeleitet von dem russischen Wort für Samstag – Subbota – und bezeichnet einen unentgeltlichen Arbeitseinsatz, der an einem Sonnabend stattfindet. Bildrechte: IMAGO
Mädchen putzt eine Statue
Das Wort Subbotnik ist abgeleitet von dem russischen Wort für Samstag – Subbota – und bezeichnet einen unentgeltlichen Arbeitseinsatz, der an einem Sonnabend stattfindet. Bildrechte: IMAGO
Moskau 1919 - Menschen in Trümmern
Der Begriff entstand in der Sowjetunion und wurde 1919 von Lenin geprägt. Er beschrieb damit den Arbeitseinsatz von Eisenbahnern, die in einer unentgeltlichen Aktion am 12. April 1919 in Moskau Dampfloks reparierten. Bildrechte: dpa
Lenin räumt den Kreml auf
Nach dem Einsatz schrieb Lenin einen Artikel über "das Heldentum der Arbeiter" und prägte den Begriff Subbotnik. Am 1. Mai 1920 fand der erste gesamtrussische Subbotnik statt. Dazu entstand auch dieses Gemälde von Wladimir Krichatski, das Lenin (in schwarz) beim Aufräumen von Schutt im Kreml zeigt. Bildrechte: IMAGO
Russische Arbeiter an einem Eisenbahnwagon 1920
Von nun an fanden regelmäßig Subbotniks statt – sie waren ein Mittel, um das durch den Krieg zerstörte Land wieder aufzubauen und spielten auch in der Propaganda eine wichtige Rolle als Beitrag zum Aufbau der sozialistischen Gesellschaft. Offiziell war die Teilnahme freiwillig, aber in der Realität wurde streng darauf geachtet, dass alle mitmachten. Es drohten Strafen bei Nichterscheinen. Bildrechte: IMAGO
 Frühjahrsputz der Hausgemeinschaft in Berlin
Auch in der DDR dienten Subbotniks nach dem Krieg vor allem dazu, das Land wieder aufzubauen. Später wurden während der Subbotniks eher Wohngebiete verschönert, wie hier 1968 in Berlin….. Bildrechte: IMAGO
Arbeitseinsatz von Studenten der Universität Jena in einem Kindergarten in Jena am 26.07.1972.
...oder öffentliche Einrichtungen auf Vordermann gebracht. Auf dem Bild ein Arbeitseinsatz von Jenaer Studenten in einem Kindergarten im Jahr 1972. Bildrechte: dpa
Bewohner des Ostberliner Neubaugebietes Marzahn sind am 14.05.1983 damit beschäftigt, vor ihren Häusern Grünflächen anzulegen und Sträucher und Bäume zu pflanzen.
Oft fanden Subbotniks zu Anlässen wie dem Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin am 22. April statt. Auch in Liedern wurde der Subbotnik besungen. Wie in diesem Lied mit einem Text von Majakowski : Hart ist der Winter | Die Kälte ist groß | Am Leib unsre Blusen, die schweißigen. | Wir Kommunisten | Stapeln den Stoß | Holz | am Subbotnik | am fleißigen. Bildrechte: dpa
Bewohner der Bärensteinstraße im Ostberliner Neubaugebiet Marzahn sind am 07.08.1982 damit beschäftigt, vor ihren Häusern Grünflächen anzulegen und Sträucher und Bäume zu pflanzen.
In den Neubaugebieten der DDR wurden die neuen Bewohner dazu aufgerufen, Grünflächen anzulegen und Sträucher und Bäume zu pflanzen, nachdem die Bauarbeiter abgezogen waren. Einsätze wie hier 1982 in Berlin-Marzahn schonten die öffentlichen Kassen und förderten den kollektiven Zusammenhalt. Nach getaner Arbeit wurde gefeiert. Bildrechte: dpa
Subbotnik
Heute wird in Russland die Tradition der Subbotniks wiederbelebt. Oft finden sie als eine Art Frühjahrsputz im April statt, wie hier am 21. April 2018 in Nowosibirsk. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im Fernsehen: Heute im Osten – Reportage | 26.11.2016 | 18:00 Uhr) Bildrechte: IMAGO
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