Die Grabstätten der Kommunisten

Tito Grab
Josip Broz Tito Josip Broz Tito war von 1945 bis zu seinem Tod 1980 unangefochtener Staats- und Parteichef Jugoslawiens. Zu seiner Beerdigung reisten Könige, Staatschefs und Revolutionsführer aus aller Welt nach Belgrad, unter ihnen Helmut Schmidt, Erich Honecker, Margaret Thatcher und Leonid Breschnew. Beigesetzt wurde Tito in einem eigens für ihn errichteten Gebäude, dem "Haus der Blumen" am Stadtrand Belgrads. Bildrechte: dpa
Tito Grab
Josip Broz Tito Josip Broz Tito war von 1945 bis zu seinem Tod 1980 unangefochtener Staats- und Parteichef Jugoslawiens. Zu seiner Beerdigung reisten Könige, Staatschefs und Revolutionsführer aus aller Welt nach Belgrad, unter ihnen Helmut Schmidt, Erich Honecker, Margaret Thatcher und Leonid Breschnew. Beigesetzt wurde Tito in einem eigens für ihn errichteten Gebäude, dem "Haus der Blumen" am Stadtrand Belgrads. Bildrechte: dpa
Tito Grab
Josip Broz Tito Das Grab des einstigen Partisanengenerals ist eher schlicht gehalten - eine Marmorplatte mit goldenen Buchstaben. In den 1980er-Jahren sollen täglich etwa 20.000 Menschen Titos letzte Ruhestätte besucht haben. Mitterweile pilgern nur noch wenige Menschen an sein Grab. In einem Nebengebäude ist ein kleines Museum untergebracht, das Titos Leben würdigt. Bildrechte: imago/Volker Preußer
Fidel Castros Grab
Fidel Castro Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro starb am 25. November 2016. Neun Tage währte die Staatstrauer. Begraben wurde Fidel Castro auf dem Friedhof Santa Ifigenia in Santiago de Cuba. Sein Grab ist eine Pilgerstätte für alte Kampfgefährten und Touristen. Bildrechte: dpa
Grabstätte des ungarischen Politikers Imre Nagy auf dem Pantheonfriedhof in Budapest
Imre Nagy Der ungarische Ministerpräsident Imre Nagy hatte mit seiner Reformpolitik den Volksaufstand von 1956 mit eingeleitet und er unterstützte ihn auch. Nach der Niederschlagung des Aufstands wurde Nagy wegen Landesverrats angeklagt und 1958 hingerichtet. Er wurde in einem Massengrab verscharrt. 1989 wurden seine sterblichen Überreste exhumiert und am 16. Juni 1989 während eines Festaktes in Budapest beigesetzt. Imre Nagy ist heute ungarischer Nationalheld. Bildrechte: imago/PEMAX
Menschen legen am Grab von Janos Kadar Blumen nieder
János Kádár János Kádár, Nachfolger von Imre Nagy, bestimmte von 1956 bis 1988 als Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei die Geschicke seines Landes, der "lustigsten Baracke des Ostblocks". Sein Wahlspruch war: "Wer nicht gegen uns ist, ist für uns." Kádár starb am 6. Juli 1989 und wurde auf dem Budapester Friedhof Kerepesi temető beigesetzt. 2007 öffneten unbekannte Täter den Sarg und entwendeten Teile der sterblichen Überreste Kádárs. Seither wird das Grab mit einer Kamera überwacht. Bildrechte: IMAGO
Lenin-Mausoleum in Moskau
Lenin Der russische Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin hatte sich testamentarisch jeden Kult um seine Person verbeten. Stalin jedoch mißachtete Lenins letzten Willen und bestimmte, dass er in einem Mausoleum seine letzte Ruhestätte finden solle. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Lenin
Lenin Und so geschah es auch. Lenin, der am 21. Januar 1924 gestorben war, wurde einbalsamiert und in ein schnell errichtetes Mausoleum an der Moskauer Kremlmauer überführt. Dort ist er noch immer ausgestellt. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Blumensträuße an Stalins Grab im Schnee, 1964
Josef Stalin Als Josef Stalin 1953 starb, fand er zunächst an der Seite Lenins seine Ruhestätte. Über dem Eingang des Mausoleums stand damals "Lenin Stalin". Im Oktober 1961, im Zuge der Entstalinisierung, wurde Stalins Leichnam aber aus dem Mausoleum geschafft und an der Kremlmauer begraben. Bildrechte: IMAGO
Grab von Leon Trotsky
Leo Trotzki Leo Trotzki, neben Lenin der wichtigste Organisator der Oktoberrevolution 1917, der 1940 auf Geheiß Stalins ermordet wurde, fand in Mexico-City seine letzte Ruhestätte - im Garten seines Hauses. Den Grabstein zieren Hammer und Sichel, das Symbol für die Arbeiter- und Bauernmacht. Bildrechte: IMAGO
Grab des sowjetischen Politikers und Regierungschefs Nikita Sergejewitsch Chruschtschow auf dem Nowodewitschi-Friedhof in Moskau.
Nikita Chruschtschow Nikita Chruschtschow, von 1953 bis 1964 Chef der KPdSU, starb am 11. September 1971. Er wurde auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof begraben, einem der bekanntesten Ehrenfriedhöfe Russlands. Seinen Namen verdankt der Friedhof dem Nowodewitschi-Kloster, vor dessen Mauern er liegt. Bildrechte: dpa
Grab von Walter Ulbricht
Walter Ulbricht Staats- und Parteichef Walter Ulbricht war über 20 Jahre lang der starke Mann der DDR, ehe er 1971 von Erich Honecker entmachtet wurde. Zwei Jahre später, am 1. August 1973, starb Ulbricht. Er wurde am 17. September 1973 in der "Gedenkstätte der Sozialisten" in Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt. Auf der Grabplatte stehen lediglich der Name und das Todesdatum. Bildrechte: imago/IPON
Grab von Wilhelm Pieck
Wilhelm Pieck In einem ebenfalls ziemlich schmucklosen Grab in der "Gedenkstätte der Sozialisten" in Berlin-Friedrichsfelde wurde auch Wilhelm Pieck beigesetzt. Pieck war der erste und einzige Präsident der DDR. Von 1949 bis zu seinem Tod am 7. September 1960 bekleidete er das eher repräsentative Staatsamt. Bildrechte: imago/IPON
Ceausescu Gräber
Nicolae Ceaușescu Der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu wurde gemeinsam mit seiner Frau Elena am 21. Dezember 1989 standrechtlich erschossen. Am 30. Dezember 1989 wurden ihre Leichname nebeneinander auf dem Ghencea-Friedhof in Bukarest vergraben. 2010 erfolgte eine Exhumierung der Leichname - mittels einer DNA-Analyse sollte geprüft werden, ob es sich tatsächlich um das Diktatoren-Ehepaar handelt. Die Analyse ergab eine Übereinstimmung. Anschließend wurden Elena und Nicolae Ceaușescu in einem gemeinsamen Grab auf dem Ghencea-Friedhof bestattet. (Im Bild: Das Grab Nicolae Ceaușescus 2008.)
(Über dieses Thema berichtete der MDR im TV in "Aktuell" | 12.01.2014 | 21.30 Uhr sowie im Radio in MDR Kultur am 13.09.2017 | 22:00 Uhr.)
Bildrechte: imago/Rainer Unkel
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