Volksschauspieler Günter Schubert

Die DDR-Fernsehserie "Zur See" machte Günter Schubert zum Star. Seit 1970 gehörte er zum festen Ensemble des Deutschen Fernsehfunks und brillierte in großen und kleinen Rollen. Viele mochten ihn für seinen feinen Humor.

MDR LEINEN LOS FÜR MS KÖNIGSTEIN - Folge 9: Der Zankapfel, -- -- 13 teilige Familienserie Deutschland 1997, -- -- am Sonntag (26.03.00) um 22:30 Uhr im MDR Fernsehen. -- -- Bild: Gernot Steiner (Guenter Schubert), Conny Steiner (Antonia Dalchau).
Günter Schubert mit Antonia Dalchau in der Familienserie "Leinen los für MS Königstein" Bildrechte: MDR

Günter Schubert wurde am 18. April 1938* im niederschlesischen Weißwasser (Oberlausitzkreis) geboren. Zum Schauspieler wurde er auf Umwegen. Er erlernte zunächst den Beruf des Kelchglasmachers. Nebenbei spielte er als Laienschauspieler im Arbeitertheater in Bad Muskau und am Theater der Bergarbeiter in Senftenberg. Aus seinem Hobby wurde schließlich ein Beruf. Am Theater in Bad Muskau absolvierte er eine Schauspielerausbildung und übernahm ab 1962 Theaterrollen in Senftenberg. Zwei Jahre später wechselte er ans Hans-Otto-Theater nach Potsdam.

1970 wurde Günter Schubert Mitglied des Schauspielerensembles des Fernsehens der DDR. Hier wurde er für seine komödiantischen Rollen bekannt. Als "Matrose" Thomas Müller in der erfolgreichen Fernsehserie "Zur See" gelang ihm der Durchbruch. Durch die Serien "Bereitschaft Dr. Federau" und "Treffpunkt Flughafen" wuchs sein Bekanntheitsgrad. Doch er bewies sich auch als Charakterdarsteller. In der Folge "Polizeiruf 110: Der Mann im Baum" (1988) spielte er mit großer Intensität einen Sexualstraftäter. Aber auch als Synchronsprecher in diversen DEFA-Produktionen machte er sich einen Namen. Außerdem sprach er die Synchronstimme des Kjeld Jensen im vierten und fünften Teil der Olsenbandenreihe, die in der DDR sehr beliebt war.

Nach der Wende war er derjenige, der das DDR-Fernsehensemble zusammengehalten hat. Er sagte damals zu uns: 'Mensch, wir haben 40 Jahre zusammen gespielt, die Leute unterhalten. Wir dürfen uns jetzt nicht aus den Augen verlieren.' Und dann hat er einen Tag im Jahr festgelegt, an dem wir uns stets trafen und fröhlich waren. Er war immer der Aktive.

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Nach der Wiedervereinigung spielte Schubert im gesamtdeutschen Fernsehen in unterschiedlichen Fernsehserien mit. Bekannt wurde er hier durch die Hauptrolle als Peter Boehling in der ZDF-Serie "Elbflorenz". Aber auch in anderen populären Serien spielte er sich in die Herzen der Zuschauer. So war er in "Der Landarzt", "Auf Achse", "Liebling Kreuzberg", "Leinen los für MS Königstein", "SOKO Leipzig" oder "Sabine!" zu sehen. Seit 1999 spielte er an der Komödie Dresden auch wieder in Theaterrollen, zum Beispiel in "Der Raub der Sabinerinnen" oder "Die Weihnachtsgans Auguste".

Günter Schubert wohnte seit etwa 1964 in Potsdam. Mit seiner Ex-Frau Jutta war er 39 Jahre verheiratet und pflegte mit ihr auch nach der Ehe ein freundschaftliches Verhältnis. 2004 heiratete er seine Künstleragentin Petra Nathan, mit der er in Kienwerder und ab 2007 in Berlin lebte. Günter Schubert hatte zwei Kinder, Babett und Alexander.

Im Januar 2008 starb Günter Schubert nach kurzer, schwerer Krankheit in der Klinik "Havelhöhe" in Berlin-Kladow.

(* In einer früheren Fassung dieses Beitrags hatten wir irrtümlicherweise den 8. April 1938 als Geburtsdatum von Günter Schubert angegeben.)

Günter Schubert heiter, ernst und gefährlich

Kapitän Karsten (Horst Drinda), Matrose Thomas (Günter Schubert) und der Schiffskoch (Bernd Storch).
Kapitän Karsten (Horst Drinda), Matrose Thomas (Günter Schubert) und der Schiffskoch (Bernd Storch) in der DDR-Serie "Zur See" von 1976. Hier in der Folge vier: "Die Kollision". Die Serie war eine der erfolgreichsten und meistgesehenen Produktionen im DDR-Fernsehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/DRA/ Klaus Zähler
Kapitän Karsten (Horst Drinda), Matrose Thomas (Günter Schubert) und der Schiffskoch (Bernd Storch).
Kapitän Karsten (Horst Drinda), Matrose Thomas (Günter Schubert) und der Schiffskoch (Bernd Storch) in der DDR-Serie "Zur See" von 1976. Hier in der Folge vier: "Die Kollision". Die Serie war eine der erfolgreichsten und meistgesehenen Produktionen im DDR-Fernsehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/DRA/ Klaus Zähler
Schwarz-Weiß-Bild: Zwei Männer stehen vor einem geöffneten Fenster und unterhalten sich.
Heinrich (Günter Schubert) und Martin Kirst (Bernhard Baier) in Folge fünf "Mein Kumpel Heinrich" der siebenteiligen DEFA-Serie "Ein Zimmer mit Ausblick" von 1978. Bildrechte: MDR/DRA/Laaß
Soviel Wind und keine Segel    MDR FERNSEHEN - SOVIEL WIND UND KEINE SEGEL, Heiterer Fernsehfilm DDR 1981, Regie Norbert Büchner, am Dienstag (01.05.01) um 12:15 Uhr.
Ali (Günter Schubert) und Irma (Renate Reinecke) in dem heiteren DDR-Fernsehfilm "Soviel Wind und keine Segel" von 1981. Regie führte Norbert Büchner. - Der Streifen wurde unter anderem am Dienstag (01.05.01) um 12:15 Uhr im MDR FERNSEHEN ausgestrahlt. Bildrechte: MDR/Krammisch
König Karl    MDR K÷NIG KARL, Fernsehspiel Deutschland 1986  am Samstag (22.04.00) um 14:00 Uhr im MDR Fernsehen.  Karl Zobawa (Herbert KŲfer), Herr Süß (GŁnter Schubert)
Karl Zobawa (Herbert Köfer) und Herr Süß (Günter Schubert) in "König Karl" - einem DDR-Fernsehspiel von 1986. - Das MDR FERNSEHEN strahlte den Film am Samstag, den 22.04.00 um 14:00 Uhr aus. Bildrechte: MDR/HAKoMa
Karl Silawske (Günter Schubert), Margit Silawske (Renate Geißler).
Polizeiruf 110 "Der Mann im Baum" aus dem Jahre 1988: Günter Schubert spielt die Rolle des Vergewaltigers Karl Silawske. Hier unterhält er sich mit Margit Silawske (Renate Geißler). Als Verkäuferin des Dorfkonsums hat sie Silawske bereits in Verdacht. Die Handlung beruht auf einem Originalfall, der Anfang der 80er-Jahre zwischen Strausberg und Fredersdorf die Bewohner verunsicherte.Regie führte Manfred Mosblech. - Zum 30-jährigen Polizeiruf-Jubiläum war der Streifen am 22.06.01 um 22:45 Uhr im Ersten zu sehen. Bildrechte: MDR/DRA/Dommel
30 Jahre Polizeiruf 110    ARD/MDR FERNSEHEN - 30 JAHRE POLIZEIRUF 110: Der Mann im Baum, Kriminalfilm DDR 1988, Regie Manfred Mosblech, am Freitag (22.06.01) um 22:45 Uhr im Ersten.
In der Rolle des Karl Silawske tarnt sich Günter Schubert mit einer Maske. Szene aus "Der Mann im Baum" - Kriminalfilm DDR 1988. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
v.l.n.r.: Brigitte Meinecke (Madeleine Lierck), Kurt Meinecke (Jürgen Zartmann), Winfried Oppel (Günter Schubert).
Szene aus Folge vier "Sturzflug" der MDR-Serie "Flugstaffel Meinecke". V.l.n.r.: Brigitte Meinecke (Madeleine Lierck), Kurt Meinecke (Jürgen Zartmann), Winfried Oppel (Günter Schubert). Die Serie hat sieben Teile und stammt aus dem Jahre 1989. Regie führte Wolfgang Münstermann. Die Folge war am 18.06.00 um 22:00 Uhr im MDR FERNSEHEN zu sehen. Bildrechte: MDR/DRA/Krajewski
Flugstaffel Meinecke Siebenteilige Fernsehserie 1989 5. Höhenflug  Bild: Szene mit GŁnter Schubert und Karin Ugowski
Szene aus Folge fünf "Höhenflug" der Fernsehserie "Flugstaffel Meinecke" von 1989. Hier Günter Schubert und Karin Ugowski. In der Serie unterstützt das Personal des Betriebes Agrarflug der DDR-Fluggesellschaft Interflug die LPGs beim Pflanzenschutz und der Düngung ihrer Felder oder bei der Waldbrandbekämpfung. Bildrechte: MDR/DRA/Krajewski
Die Sprungdeckeluhr    MDR FERNSEHEN - DIE SPRUNGDECKELUHR, DEFA-Spielfilm von 1990, Regie Gunter Friedrich, am Samstag (06.10.01) um 07:40 Uhr. Hansi (René Tony Sprengler,re.), Rosi (Antje Salz), Pfundinger (Günter Schubert).
Hansi (René Tony Sprengler,re.), Rosi (Antje Salz) und Pfundinger (Günter Schubert) in dem Kinderfilm "Die Sprungdeckeluhr". - Das DEFA-Drama stammt aus dem Jahr 1990. Regisseur ist Gunter Friedrich. Der Film wurde unter anderem am 06.10.01 um 07:40 Uhr im MDR FERNSEHEN ausgestrahlt. Bildrechte: MDR/Progress
Die Sprungdeckeluhr    MDR FERNSEHEN - DIE SPRUNGDECKELUHR, DEFA-Spielfilm von 1990, Regie Gunter Friedrich, am Samstag (06.10.01) um 07:40 Uhr. Hansi (RenŽ Tony Sprengler, sitzend), Rosi (Antje Salz), Pfundinger (Günter Schubert, li.), Hundinger Jörg Kleinau).
Hansi (René Tony Sprengler, sitzend), Rosi (Antje Salz) und Pfundinger (Günter Schubert, li.), sowie Hundinger (Jörg Kleinau) in "Die Sprungdeckeluhr". Bildrechte: MDR/HAKoMa
MDR LEINEN LOS FÜR MS KÖNIGSTEIN - Folge 9: Der Zankapfel, -- -- 13 teilige Familienserie Deutschland 1997, -- -- am Sonntag (26.03.00) um 22:30 Uhr im MDR Fernsehen. -- -- Bild: Gernot Steiner (Guenter Schubert), Conny Steiner (Antonia Dalchau).
Guenter Schubert als Gernot Steiner und Antonia Dalchau als Conny Steiner in "Leinen los für MS Koenigstein". Hier in Folge 9: Der Zankapfel. Die 13-teilige deutsche Familienserie wurde 1997 gedreht und erzählt die turbulente Geschichte um die Elbschifferfamilie Starke. Bildrechte: MDR
Günter Schubert, Herbert Köfer, Helga Piur, Inka Bause v.l. v.l. Der Millionär Ein Lustspiel von Klaus Brandt Regie: Günter Stahnke Günter Schubert, Herbert Köfer, Helga Piur, Inka Bause v.l. v.l., 03.1996
Günter Schubert, Herbert Köfer, Helga Piur, Inka Bause v.l.n.r. in "Der Millionär" - ein Lustspiel von Klaus Brandt aus dem Jahre 1996 über einen Lottogewinn, ein altes Sofa und ein Bild mit einem röhrenden Hirsch. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Winkler
Ernst-Georg Schwill, Günter Schubert, Helga Piur v.l. Der Millionär Ein Lustspiel von Klaus Brandt Regie: Günter Stahnke
Ernst-Georg Schwill, Günter Schubert und Helga Piur (v.l.) in "Der Millionär". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Winkler
Helga Piur, Herbert Köfer, Günter Schubert v.l. Der Millionär Ein Lustspiel von Klaus Brandt Regie: Günter Stahnke Helga Piur, Herbert Köfer, Günter Schubert v.l. 03.1996
Helga Piur, Herbert Köfer und Günter Schubert (v.l.) in "Der Millionär". Bildrechte: MDR/HAKoMa
Günter Schubert, Ingeborg Krabbe, Helga Piur v.l. Der Millionär Ein Lustspiel von Klaus Brandt Regie: Günter Stahnke Günter Schubert, Ingeborg Krabbe, Helga Piur v.l. 03.1996
Günter Schubert, Ingeborg Krabbe und Helga Piur (v.l.) in dem Lustspiel "Der Millionär". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK/Winkler
Fröhliche Weihnachten mit Frank Schöbel    MDR FRÖHLICHE WEIHNACHTEN MIT FRANK SCHÖBEL, am Sonntag (24.12.00) um 20.15 Uhr im MDR FERNSEHEN. "Geschäftsführender Weihnachtsmann" Frank Schöbel (2.v.l.), Oberweihnachtsmann Günter Schubert mit ihrem Gefolge.
"Geschäftsführender Weihnachtsmann" Frank Schöbel (2.v.l.) mit Oberweihnachtsmann Günter Schubert (1.v.l.) in der Sendung "FRÖHLICHE WEIHNACHTEN MIT FRANK SCHÖBEL", vom 24.12.00 im MDR FERNSEHEN. Bildrechte: MDR/HAKoMa
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(zuerst veröffentlicht am 07.05.2012)

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV: Ein Abend für Günter Schubert | 15.04.2018 | 20:15 Uhr