Hundert Jahre Gründungstag der Roten Armee

Die Sowjetarmee in der DDR

Alltag der Sowjet-Soldaten in der DDR

Was hinter den Mauern der Sowjetgarnisonen geschah, durfte nicht nach außen dringen. Trotz der offziellen deutsch-sowjetischen Freundschaftsbeteuerungen waren private Kontakte zwischen Soldaten und DDR-Bürgern verboten.

Rotarmisten auf Panzern, 1979 in Wittenberg
Zwischen 350.000 und 500.000 sowjetische Soldaten waren in der DDR stationiert. Die Dauer des Wehrdienstes betrug am Anfang drei Jahre, später waren es nur noch zwei. Auf dem Bild Rotarmisten bei einer Übung in Wittenberg 1979. Bildrechte: imago/Werner Schulze
Rotarmisten auf Panzern, 1979 in Wittenberg
Zwischen 350.000 und 500.000 sowjetische Soldaten waren in der DDR stationiert. Die Dauer des Wehrdienstes betrug am Anfang drei Jahre, später waren es nur noch zwei. Auf dem Bild Rotarmisten bei einer Übung in Wittenberg 1979. Bildrechte: imago/Werner Schulze
russische Soldaten in Kasernenhof
Der Alltag der Soldaten war geprägt von Drill und Gewalt, sie kamen so gut wie nie aus ihren Kasernen raus. Bildrechte: IMAGO
Eine Informationstafel zur Reinhaltung der Fingernägel russischer Soldaten.
Die Rekruten kamen häufig aus den nichteuropäischen Republiken der Sowjetunion, damit sie sich so fremd wie möglich fühlten. Im Bild eine Tafel, die die Regeln des Soldatenalltags erklären soll. Bildrechte: dpa
Schlafsaal Soldaten in Wünsdorf
Bis zu 120 Männer schliefen in einem Mannschaftsraum, die Versorgung war schlecht, duschen durften die Männer nur einmal in der Woche. Auf dem Bild Soldatenbetten in der Garnison von Wünsdorf. Bildrechte: IMAGO
Hauptquartier der Sowjetarmee in Wünsdorf
Von Wünsdorf aus wurden die sowjetischen Truppen befehligt. Hier befand sich das Hauptquartier der Sowjetarmee in der DDR. In der Garnisonsstadt, auch "Klein-Moskau" genannt, lebten zwischen 50.000 bis 75.000 Sowjetbürger - Soldaten, Frauen und Kinder. Bildrechte: IMAGO
Soldaten der Sowjetischen Streitkräfte und Schüler der DDR am Lagerfeuer (1985)
Kontakte zu den DDR-Bürgern waren den Soldaten verboten – Ausnahme waren die verordneten Kontakte zu Feiertagen oder politischen Veranstaltungen. Dann trafen sich DDR-Pioniere und russische Soldaten, wie hier bei der Woche der Waffenbrüderschaft in Dresden 15.3.1985 oder…. Bildrechte: IMAGO
Pionier bindet Soldat ein Halstuch um
... bei der Verabschiedung sowjetischer Truppen in Wittenberg im Dezember 1979. Bildrechte: IMAGO
Zwei Soldaten
Obwohl der private Kontakt zwischen sowjetischen Soldaten und DDR-Bürgern verboten war, entstanden immer wieder Freundschaften und auch Liebesbeziehungen. Wladimir Tarasjuk (r.) aus Odessa wurde 1972 als sowjetischer Wehrpflichtiger in die DDR geschickt. Bildrechte: SW FILM
Margit und Wladimir
Dort verliebte er sich in Margit. Sie war damals 26 Jahre, hatte zwei Kinder und war verwitwet. Da solche Beziehungen nicht erwünscht waren, wurde Wladimir wieder nach Hause geschickt. Doch die beiden fanden einen Weg: Wladimir kam zurück nach Deutschland, als Ehemann. Bildrechte: SW FILM
Soldaten an einem Tisch
Besonders die jungen Männer litten unter den Schikanen der höheren Ränge. Die sogenannte Herrschaft der Großväter war geprägt durch Brutalität bis hin zu Vergewaltigung und Mord, wie die Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk und Stefan Wolle in ihrem Buch "Roter Stern über Deutschland" berichten. Bildrechte: SW FILM
Alexej Artjomow
Manche der jungen Männer hielten dem Druck nicht stand und machten den Schikanen durch Selbstmord ein Ende. Einer von ihnen war wahrscheinlich Alexej Malofeev. Doch in den Totenscheinen stand oft nicht der wahre Todesgrund. Bildrechte: SW FILM
Russische Soldaten entsorgen Bücher im Müll
Nach dem Ende der DDR wurde im Zwei-plus-vier-Vertrag festgelegt, dass die sowjetischen Truppen bis zum 31. August 1994 abziehen müssen. Die Soldaten zogen ins Ungewisse, in ein zerfallendes Großreich, das mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. (Über dieses Thema berichtet der MDR auch im Fernsehen: Sowjetarmee geheim | 20.02.2018 | 22:05 Uhr Bildrechte: dpa
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