Geschichte

Vor 50 Jahren gestorben Käthe Kruse - Die Puppenmacherin und ihre große Liebe

Käthe Kruse
Nach und nach sprach es sich herum, dass die junge Frau für ihre Kinder Puppen herstellte. Kruse nähte nun auch für andere. Doch bereits 1910 war die Nachfrage so groß, dass sie mit der Einzelanfertigung in ihrer Berliner Wohnung nicht mehr nachkam ... Bildrechte: IMAGO
Käthe Kruse Puppenausstellung.
Es sind diese unvervechselbaren, lebendigen Gesichter, die Käthe Kruses Puppen bekannt machten. Jahrzehntelang wurden sie im thüringischen Bad Kösen hergestellt. Vor 50 Jahren, am 19. Juli 1968, starb die berühmte Puppenmacherin. Bildrechte: imago/Köhn
Käthe Kruse
Ihr unzufriedener Lebensgefährte bringt ungeahnt Kruses Karriere ins Rollen: Zu Weihnachten 1904 wollte Max Kruse der ältesten Tochter eine Puppe aus Berlin mitbringen. Doch die handelsüblichen Exemplare gefielen ihm nicht. So musste Kähte ran und selbst eine Puppe für die Tochter nähen. Bildrechte: IMAGO
Käthe Kruse
Nach und nach sprach es sich herum, dass die junge Frau für ihre Kinder Puppen herstellte. Kruse nähte nun auch für andere. Doch bereits 1910 war die Nachfrage so groß, dass sie mit der Einzelanfertigung in ihrer Berliner Wohnung nicht mehr nachkam ... Bildrechte: IMAGO
Käthe Kruse und Familie und Puppen in Bad Kösen
So zog die Familie nach Bad Kösen, mietete dort ein Wohnhaus und eine Werkstatt. Schon bald beschäftigte Käthe 100 Angestellte. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Puppenproduktion als Privatunternehmen in der DDR kaum mehr möglich. So verließ die Familie Bad Kösen 1954 Richtung Westen. Bildrechte: IMAGO
Das Romanische Haus in Bad Kösen
Der Betrieb wurde in der noch jungen DDR verstaatlicht und das Markenzeichen Käthe Kruse kurzerhand in "Kösener Künstlerpuppen" umbenannt. Seit der Wende erinnert dieses Museum in Bad Kösen an die Sternstunde der Puppenindustrie vor Ort. Bildrechte: imago/Köhn
Käthe Kruse
Während in dem Volkseigenen Betrieb "Puppenwerk Bad Kösen" noch bis 1967 Puppen hergestellt wurden, hatten Kruses Söhne Max und Michael längst im westdeutschen Donauwörth (im Bild) eine neue Produktionsstätte gegründet. Bildrechte: IMAGO
Verschiedene Puppen.
Käthe Kruse, 1883 geboren, muss sich aus gesundheitlichen Gründen bald aus der Firma zurückziehen. Die von ihr entworfenen Modelle produzieren ihre Söhne weiter. Noch immer wird die Puppe von Hand gefertigt. Bildrechte: imago/teutopress
Käthe Kruse
Am 19. Juli 1968 starb Käthe Kruse. Doch in ihren Puppen, die bis heute noch in Handarbeit in Donauwörth gefertigt werden, lebt sie weiter.
(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR vor Ort - Beim Teddybären- und Plüschtierfestival in Bad Kösen | 26.11.2016 | 16:00 Uhr.)
Bildrechte: IMAGO
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