Geschichte

Der Fotograf Karl Heinz Mai Streifzüge durch eine Stadt im Wiederaufbau

Bayerischer Platz
Bayerischer Platz, Blick durch die Windmühlenstraße zum Neuen Rathaus, 1946 Tag für Tag streifte Karl Heinz Mai mit seinem "Selbstfahrer" durch die Straßen von Leipzig, auf der Suche nach den kleinen Momenten des Alltags. Etwa wie sich eine Frau mit Blick auf die Ruinen der Windmühlenstraße auf dem Bayerischen Platz ausruht. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Bayerischer Platz
Bayerischer Platz, Blick durch die Windmühlenstraße zum Neuen Rathaus, 1946 Tag für Tag streifte Karl Heinz Mai mit seinem "Selbstfahrer" durch die Straßen von Leipzig, auf der Suche nach den kleinen Momenten des Alltags. Etwa wie sich eine Frau mit Blick auf die Ruinen der Windmühlenstraße auf dem Bayerischen Platz ausruht. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Studenten beim Naturstudium
Studenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst beim Naturstudium, um 1947 Hier hat er Kunststudenten beim "Naturstudium" ertappt. Sie zeichnen die Trümmerberge. Er selbst konnte nicht auf die Ruinen klettern. Seine Bilder sind daher immer ein bisschen untersichtig, wirken, als hätte ein Kind sie aufgenommen. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Universitätsstraße Nikolaikirche
Universitätsstraße: Blick zur Nikolaikirche, um 1946 Die Streifzüge durch die Stadt waren Schwerstarbeit für Karl Heinz Mai. Hohe Bordsteine, kaputte Straßen, Trümmer auf den Wegen machten das Durchkommen auf drei Rädern schwierig. Allein sein "Arbeitsweg" bis in die Innenstadt war vier Kilometer lang. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Trümmerfrau
Trümmerfrau Doch nur so konnte Karl Heinz Mai den Menschen in Leipzig ganz nah kommen. Er hatte die Gabe, dass die Menschen ihm ein Lächeln schenkten, auch inmitten der schwersten Arbeit, wie das Foto dieser Trümmerfrau zeigt. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Schwarzmarkt
Schwarzmarkt an der Richard-Wagner-Straße, um 1946 Oft bemerkten die Leute den Fotografen und seine Kamera gar nicht. So ging es vermutlich auch den Menschen auf diesem Schwarzmarkt an der Richard-Wagner-Straße im Jahr 1946. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Frau mit Schippe
Frau mit Schippe Und auch wenn sie manchmal so wirken: Seine Bilder waren nie gestellt oder inszeniert. Es waren Schnappschüsse, die das Lebensgefühl der Stadt einfangen sollten. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Albert Schmidt
Albert Schmidt, Apparate und Gerätebau, Sophienstraße (Shakespearestraße), 1946 Karl Heinz Mai stand den neuen Machthabern skeptisch gegenüber. Die Losungen der DDR-Führung, die allgegenwärtige Propaganda der SED gehörten zu den Lieblingsmotiven Mais. Hier portraitiert er Albert Schmidt vor dessen Laden in der heutigen Shakespearestraße. Das Foto wurde 1946 aufgenommen. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Sprengung St. Trinitatis
Sprengung der katholischen Kirche St. Trinitatis an der Rudolphstraße, 1954 Die Fotografien von Karl Heinz Mai sind auch eine Dokumentation dessen, wie die junge DDR mit dem architektonischen Erbe der Stadt Leipzig umging. Die Erhaltung der unzähligen beschädigten Gebäude überforderte die DDR. Also wurden sie, wie hier die Kirche St. Trinitatis an der Rudolphstraße, abgerissen. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Trümmerschutt St. Trinitatis
Trümmerschutt von St. Trinitatis, Weststraße, 1954 Aus der Rollstuhlperspektive wirkt der Schuttberg der Kirche noch mächtiger. Das war 1954. Diese Sprengung erlebte Karl Heinz Mai persönlich mit. Bei vielen anderen Bauwerken konnte er nicht ahnen, dass seine Bilder die letzten von ihnen sein würden. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Roßstraße, Ringbebeauung
Roßstraße (Auguste-Schmidt-Straße), Blick zur neuen Ringbebauung am Roßplatz, 1956 (teilweise abgerissen 1955-1985) Die DDR wollte Platz machen für die Moderne. Wohnhäuser wie hier in der heutigen Auguste-Schmidt-Straße boten nicht genug Wohnraum für die wachsende Stadt. Zudem herrschte ein neuer Baustil vor, wie der Blick auf den Roßplatz hier zeigt. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Großbaustelle
Großbaustelle der Ringbebauung am Roßplatz, 1954 Kaum eine Großbaustelle dieser Zeit, die Karl Heinz Mai nicht fotografiert hat. Dieses Bild zeigt den Roßplatz, der 1954 umgestaltet wurde. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Neumarkt
Neumarkt an der Ruine des Städtischen Kaufhauses, 1954 Jahr für Jahr kehrte ein bisschen mehr Leben in die Stadt zurück, wuchs der Wohlstand der Bevölkerung. Sichtbar wurde das vor allem in Zeiten, wenn die Messe in Leipzig stattfand. In diesen Tagen stand alles im Zeichen der Leipziger Messe, wie hier am Neumarkt 1954. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Messeparkplatz
Messeparkplatz, Blick vom Hotel "Astoria" zur Straße am Hallischen Tor, 1955 Hier ein seltener Blick von oben auf die Stadt. Der Messeparkplatz, fotografiert aus dem Hotel "Astoria". Normalerweise war Mai durch seinen Rollstuhl gezwungen, auf dem Boden zu bleiben. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Karl-Marx-Universität
Karl-Marx-Universität und Paulinerkirche am Karl-Marx-Platz (Augustusplatz), 1961 (abgerissen 1968) Oft war Karl Heinz Mai einer der letzten, der historische Bauwerke in Leipzig noch fotografisch festhielt, bevor sie Neubauten weichen mussten. Die Universität auf dem heutigen Augustusplatz fotografierte Mai 1961. Sieben Jahre später wurde sie abgerissen. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
Gewandhaus
Neues Gewandhaus an der Beethovenstraße Ecke Mozartstraße, 1962 (abgerissen 1968) Auch das beschädigte Neue Gewandhaus an der Beethovenstraße konnte oder wollte die DDR nicht erhalten. Karl Heinz Mai fotografierte es im Jahr 1962. Das Gewandhaus wurde 1968 abgerissen. Das erlebte Mai aber nicht mehr. Er starb 1964 im Alter von 44 Jahren. Bildrechte: Karl Heinz Mai / Fotothek Mai
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