Neue Staffel mit neuem Moderator Martin Brambach - Das neue Gesicht der "Geschichte Mitteldeutschlands"

Die Doku-Reihe "Geschichte Mitteldeutschlands" geht mit einem neuen Mann an den Start: Martin Brambach! Er präsentiert die Filme, spielt aber auch die Hauptrolle im Auftakt-Film "Lenin, die Deutschen und der Zarenmord".

Mit einem Mix aus dokumentarischen Aufnahmen und aufwändig inszenierten Spielszenen widmet sich "Geschichte Mitteldeutschlands" in der neuen Staffel einschneidenden Ereignissen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Vier Episoden zeigen, wie der Lauf der Geschichte durch einzelne Menschen und Situationen verändert werden kann. Mit Martin Brambach als Moderator und in der Rolle des Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin steht 2016 wieder ein prominenter Schauspieler vor der Kamera.

Martin Brambach zu seiner neuen Rolle

Als gebürtiger Dresdner habe ich mich schon immer sehr für die Geschichte meiner Heimat interessiert. 'Geschichte Mitteldeutschlands' bietet mir die einmalige Möglichkeit, mich intensiv damit zu befassen. Es sind Fragen von besonderer Aktualität, die dieses Jahr im Focus stehen: Darf man einen Massenmörder umbringen? Heiligt der Zweck die Mittel? Wie reagiert eine Gesellschaft in Angst? Natürlich fasziniert mich als Schauspieler auch die Figur Lenin. Wie spielt man einen Intellektuellen, der flächendeckenden Terror als legitimes Mittel der Politik begreift? Das ist eine spannende Herausforderung!

Martin Brambach

Martin Brambach in verschiedenen Rollen

Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel
Am Sonntag erstmals "im Dienst": Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel in der ARD-Sendereihe "Tatort". Bildrechte: MDR/Andreas Wünschirs
Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel
Am Sonntag erstmals "im Dienst": Martin Brambach als Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel in der ARD-Sendereihe "Tatort". Bildrechte: MDR/Andreas Wünschirs
v.l. Schnabel (Martin Brambach), Karin Gorniak (Karin Hanczewski), Henni Sieland (Alwara Höfels), Maria Mohr (Jella Haase).
Das neue Dresdner Ermittlerteam: Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel zusammen mit den Kolleginnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski), Henni Sieland (Alwara Höfels), Maria Mohr (Jella Haase). Bildrechte: MDR/Andreas Wünschirs
Der Zyniker: MfS-Mann Bungert (Martin Brambach) versucht mit allen Mitteln, die Fluchthelferfamilie Stein unschädlich zu machen.
"Der Stich des Skorpion" Spielfilm von 2004. Nach dem Freikauf in den Westen ist Fluchthelfer Wolfgang Stein der Stasi politisch unerträglich geworden. Martin Brambach spielt den MfS-Mann Bungert, der mit allen Mitteln, die Fluchthelferfamilie unschädlich machen will. Bildrechte: MDR/WDR/Thomas Kost
Herbert (Walter Kreye, li.), seine Frau Gudrun (Jutta Speidel) und Alfred (Martin Brambach) bei der Ankunft am Seminarort.
Im Film "Mit Burnout durch den Wald" spielt Martin Brambach 2014 den Langzeitarbeitslosen Alfred, der mit anderen Burnout-Patienten zu einer mehrtägigen Outdor-Therapie aufbricht. Bildrechte: MDR/Degeto/Reiner Bajo
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Wovon handeln die neuen Folgen konkret?

Im ersten Film geht es um die Oktoberrevolution in Russland und einen kleinen bürokratischen Akt in einer deutschen Amtsstube, der dieses historische Ereignis erst möglich machte. Eine Kettenreaktion wurde ausgelöst, mit der keiner gerechnet hatte. Oder doch? Dieser Frage geht der Film "Lenin, die Deutschen und der Zarenmord" nach - mit Martin Brambach in der Titelrolle.

Darf man Adolf Hitler töten? Muss man es sogar tun? Und wie kommt man an den bestbewachten Diktator ran? Zwei Männer aus Sachsen-Anhalt treffen eine Entscheidung - und planen akribisch den Führer-Mord. "Die Attentäter: Wie tötet man Adolf Hitler?" rekonstruiert den Tag, an dem Hitler getötet werden sollte, um Millionen Menschenleben zu retten.

Anfang der 1980er-Jahre ist die DDR so gut wie bankrott. In der Bevölkerung wächst die Unzufriedenheit, Partei- und Staatsführung sind ratlos. Da fädelt Alexander Schalck-Goldokowski einen Deal mit einem der in der DDR meistgehassten Männer ein: Franz Josef Strauß. Hat er damit sein Land vor dem wirtschaftlichen Kollaps gerettet?

In Erfurt grassiert die Angst. Es ist das Jahr 1349 und die Pest bedroht das Leben der Bürger. Eine angespannte Situation, in der einzelne Stimmungsmacher eine Entscheidung treffen, die zu einem unfassbaren Verbrechen führt und die Geschichte der Stadt für immer verändern wird.

Wo wurde gedreht, wer spielt mit?

Für die Reenactmentszenen der neuen Folgen von "Geschichte Mitteldeutschlands" wurde auch an Originalschauplätzen gedreht, so auch in Erfurt und Potsdam. Zu sehen sind außer Martin Brambach unter anderem die Film-, Theater- und Fernsehgesichter Bruno F. Apitz (als Stasi-Mann Heinz Volpert), Karla Trippel (als Lenins Ehefrau Nadeshda Krupskaja) und Holger Handtke (als Hitlerattentäter Henning von Tresckow).

Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2016, 18:11 Uhr

Geschichte Mitteldeutschlands | Die Neue Staffel