Geschichte

Chic in der DDR: Kennen Sie diese Klamotten?

Eine Frau zeigt auf einem Laufsteg bei einer Modenschau eine Kombination von Bluse und Rock, aufgenommenn beim Kultur- und Sportfest der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Foto vom 5. Mai 1960
In den 1950ern ging bei Frauen ohne Petticoat nichts. In der DDR war so ein Rock nicht einfach zu haben. Doch die Frauen fanden Mittel und Wege. Sie ahmten den schwingenden Effekt mit Leinen oder Schaumstoff nach. Bildrechte: dpa
Eine Frau zeigt auf einem Laufsteg bei einer Modenschau eine Kombination von Bluse und Rock, aufgenommenn beim Kultur- und Sportfest der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Foto vom 5. Mai 1960
In den 1950ern ging bei Frauen ohne Petticoat nichts. In der DDR war so ein Rock nicht einfach zu haben. Doch die Frauen fanden Mittel und Wege. Sie ahmten den schwingenden Effekt mit Leinen oder Schaumstoff nach. Bildrechte: dpa
Frauenbeine in Strumpfhose
Frauen, die gerne Rock tragen, brauchen dann und wann Feinstrumpfhosen. Die gab es natürlich auch in der DDR. Bildrechte: Colourbox.de
Feinstrumpfhose ESDA
Hergstellt wurden sie aus der Kunststofffaser DeDeron - die Antwort der DDR auf Nylon und Perlon. Strümpfe aus DeDeron waren jedoch weniger haltbar als ihre Konkurrenzprodukte aus dem Westen und sehr teuer. Bildrechte: IMAGO
VEB Jugendmode in Rostock (ehemalige DDR)
In der DDR wurde durchaus hochwertige Kleidung produziert. Sie war vor allem auf Haltbartkeit ausgelegt - sollte aber auch chic sein. Bildrechte: IMAGO
Models präsentieren 1973 Strickmode
Der Stoff, aus dem diese Klamotten, gemacht sind, war "berüchtigt": Präsent 20, ein Rundstrick aus Polyester, wurde anlässlich des 20. Jahrestages der DDR kreiert. Der Stoff hatte allerdings einen entscheidenden Nachteil: Er war ziemlich atmungs-in-aktiv! Schwitzen war also vorprogrammiert – und müffeln eben auch. Bildrechte: IMAGO
Zwei Männer in Karottenhose
Noch Anfang der 1980er galt die (West-) Jeans als das Nonplusultra. Nur wenig später machte die Karotten-Hose Karriere. Mädchen und Jungen – alle liebten sie. Besonders schön in Form war eine Karotte, wenn sie aus Popeline geschneidert war – einem Mischgewebe aus Seide und Wolle. Bildrechte: IMAGO
Jugendmode-Boutique (Sonnidee) in Dresden
Eine Karottenhose ließ sich mit etwas Glück in der "Jugendmode" abstauben. Für das Hemd im nächsten Bild, brauchte man eher Kontakte zur Arbeiterklasse. Bildrechte: IMAGO
Kragenloses Hemd, blau-weiß gestreift
Weiß-blau oder blau-weiß gestreift: Da war man sich durchaus uneinig. Aber darauf kam es auch nicht an. Wer ein Fleischerhemd trug, war cool! Es musste allerdings stilecht präsentiert werden: Das Hemd sollte möglichst so lang sein, dass es den halben Oberschenkel bedeckte. Und natürlich trug man es zur Jeans. Wenn möglich eine (kurze!) Jeansjacke darüber. Bildrechte: Volker Queck/Mitteldeutscher Rundfunk
Eine Ausstellung zeigt selbst geschneiderte und genähte Kleider
Ein wirklich hochwertiges Stück ließ sich in einem "Exquisit"-Laden ergattern. Die Klaomotten, die dort über den Ladentisch gingen, wurden von Modedesignern extra für die Nobelläden entworfen und in nur kleinen Stückzahlen aus besten Stoffen hergestellt. Eingerichtet worden waren die Läden 1962 auf Beschluss des Ministerrates der DDR. Bildrechte: IMAGO
Preisschild
Wer im "Exquisit" einkaufen wollte, musste allerdings tief in die Tasche greifen. Ein Kleid für 340 Mark - für einen Facharbeiter in der DDR konnte das der halbe Monatslohn sein. Bildrechte: IMAGO
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