Weltkriegs-Propaganda Hitler am Christbaum

Weihnachten zu Kriegszeiten kam eine besondere Bedeutung zu. Die meisten Familienväter und Söhne waren an der Front. So schickte man Christbäume in Streichholzschachteln an die Front und zu Hause wurde die christliche Friedensbotschaft radikal von den Nationalsozialisten umgedeutet. Anstatt Engel gab es bei einigen Hakenkreuze und Hitler-Köpfe am Christbaum.

Christbaumschmuck aus dem 3. Reich mit dem Abbild von Adolf Hitler
Heute makaber, damals im Handel: Adolf Hitlers Abbild für die gute Stube. Auch Nachbildungen von erfolgreich eingesetzten Kriegsfahrzeugen konnten an den Baum gehangen werden. Gleichzeitig wurden die Todesanzeigen in den Zeitungen immer mehr.
Bildrechte: dpa
Christbaumschmuck aus dem 3. Reich mit dem Abbild von Adolf Hitler
Heute makaber, damals im Handel: Adolf Hitlers Abbild für die gute Stube. Auch Nachbildungen von erfolgreich eingesetzten Kriegsfahrzeugen konnten an den Baum gehangen werden. Gleichzeitig wurden die Todesanzeigen in den Zeitungen immer mehr.
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Weihnachtsplätzchen in Form von Eisernen Kreuzen und Flugzeugen
Die Kriegsverherrlichung reichte bis in die Backstube: Gebäck als Kampfflieger oder in Form eines Eisernen Kreuzes. Durch die Verharmlosung der Symbolik wurde über die Grausamkeit des Krieges hinweggeblendet. Bildrechte: imago/epd
Feldpostpaket_mit_Weihnachtsbaeumchen__1914__
Bereits im Ersten Weltkrieg wurde an die Soldaten an der Front gedacht. Dieser Weihnachtsbaum in der Streichholzschachtel ist von 1914. Hunderte dieser Schachteln wurden zur Weihnachtszeit an die Front geschickt. Bildrechte: Deutsches_Historisches_Museum
Eine Flagge in den Farben des Deutschen Reiches mit der Aufschrift Gott schütze Deutschland
Im Zweiten Weltkrieg wurde dann auch der heimische Weihnachtsbaum zum Popaganda-Instrument. Für die Angehörigen daheim gab es Durchhalteparolen am Christbaum. Patriotismus wurde zum Beispiel durch eine Flagge in den Farben des Deutschen Reiches am Baum ausgedrückt. Bildrechte: dpa
Weihnachtsbaumkugeln mit Hakenkreuzen
Der militärische NS-Weihnachtskult war die politische Ausrichtung des Weihnachtsfestes. Im totalitären NS-Staat war das kein Zufallsprodukt. Verschiedene Gruppen und Dienststellen organsierten die Produktion von Weihnachtsschmuck planmäßig. Bildrechte: imago/epd
Eine Pickelhaube hängt als Christbaumschmuck an einem stilisierten Weihnachtsbaum
Die Organisation reichte soweit, dass Glasbläser in Thüringen ab 1939 vermehrt NS-Christbaumschmuck herstellten. Die Pickelhaube ist ein Besipiel dafür. Bildrechte: dpa
Eine Christbaumkugel mit dem Eisernen Kreuz
Dienststellen gaben Ratgeber zu vermeintlich germanisch-völkischem "Brauchtum" heraus. Dadurch sollte die christliche Friedenssymbolik der nationalsozialistischen weichen. Bildrechte: dpa
Plakat_des_Winterhilfswerkes__WHW__zur_3__Reichsstrassensammlung_1939_
In der Weihnachtszeit gab es auch die größte alljährliche Sammel- und Spendenaktion für das 1933 gegründete "Winterhilfswerk des deutschen Volkes". Die Weihnachtssammel-Figuren sollten zum Spenden anspornen. Bildrechte: Deutsches_Historisches_Museum
Ein Tannenbaum mit Schmuck aus der Kaiserzeit in Form von Reichsfahnen und Eisernen Kreuzen
Wichtig ist jedoch zu betonen, dass auf zeitgenössischen Fotos die Stücke selten zu finden sind. Der Grund: Viele Familien scheinen dem friedlichen Gedanken Vorrang gegeben zu haben. Zu diesem Thema informiert noch bis zum 3. März 2019 das Deutsche Historische Museum Berlin in einer Sonderausstellung. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im Fernsehen: MDR um 2 | 03.11. 2016 | 14 Uhr; Brisant | 22.12. 2011 | 17.15 Uhr) Bildrechte: imago/epd
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