Blick auf eine nur wenig befahrene Autobahn in der DDR.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sind Sie Pendler der ersten Stunde? Schreiben Sie uns!

Menschen, die sich 1990 auf den Weg gemacht haben, um im Westen zu arbeiten - weil ihnen die Arbeitsmarktsituation im Osten keine Perspektive bot.
Was haben Sie und ihre Familie erlebt und pendeln Sie vielleicht heute noch? Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften.

Blick auf eine nur wenig befahrene Autobahn in der DDR.
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Die Zahl der Ostdeutschen, die zum Arbeiten in den Westen gependelt sind, hat sich von 1990 bis 1991 fast verdoppelt. Waren es im November 1990 noch 200.000 Berufspendler, so mussten im November 1991 schon 540.000 Arbeitnehmer den Weg in die alten Bundesländer auf sich nehmen. Statistisch wird dabei nicht zwischen Arbeitnehmern die täglich pendeln und „Wochenpendlern“ unterschieden.

Laut Bundesagentur für Arbeit war die Zahl der Pendler in den Folgejahren zunächst rückläufig: 1999 waren es noch 308.000 Ost-West-Pendler. Dafür verantwortlich war die Wirtschaftssituation im vereinten Deutschland und die damit verbundene angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt.  Besonders im Handwerk und der Dienstleistungsbranche wurden plötzlich weniger Arbeitskräfte gebraucht. Außerdem zogen ostdeutsche Arbeitnehmer nach jahrelangem Pendeln oftmals an den Arbeitsort im Westen, wenn die familiäre Situation es zuließ. 2017 waren es 410.000 Frauen und Männer aus dem Osten, die ihr Arbeitsweg regelmäßig in den Westen fernab der Heimat führte.

Entwicklung der Berufspendler in der Westen
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Wie gehen Pendler-Familien mit der Trennung um? Wenn Sie zu den vielen Ost-West-Pendlern gehören und uns ihre persönliche Geschichte erzählen wollen, schreiben Sie uns an: mdr-zeitreise@mdr.de.

Über die bewegensten Pendler-Schicksale wollen wir in unserem TV-Magazin "MDR-Zeitreise" berichten.

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2018, 13:47 Uhr