Petra Kusch-Lück hat auch mit 70 noch Lampenfieber

Petra Kusch-Lück war acht Mal Fernsehliebling der DDR und blickt auf mehr als vier Jahrzehnte TV-Karriere zurück. Inzwischen lässt sie es ruhiger angehen, ist aber mit Ehemann und Künstler Roland Neudert weiter auf Tour.

Die Moderatorin Petra Kusch-Lück in den Studios der Media City
Petra Kusch-Lück liebt es bis heute, auf der Bühne zu stehen. Bildrechte: dpa

Ihren 70. Geburtstag am 6. April will Petra Kusch-Lück im kleinen Kreis feiern. Die beliebte Moderatorin und Sängerin sagte anlässlich ihres runden Jubiläums, dass die 70 für sie nicht nur eine Zahl sei, sondern tatsächlich etwas mit dem Älterwerden zu tun habe. Aber auch daraus müsse man das Beste machen.

Mit Roland Neudert weiter auf Tour

Petra Kusch-Lück lässt es nach mehr als vier Jahrzehnten im Fernsehen inzwischen etwas ruhiger angehen, im Ruhestand ist sie aber noch lange nicht. In diesem Jahr plant sie zusammen mit ihrem Ehemann Roland Neudert 25 Auftritte im Duett. Kusch-Lück moderiert und singt. Ihr Antrieb? Etwas für diejenigen tun, die das Künstlerpaar viele Jahre treu begleitet haben. Und Lampenfieber habe sie immer noch, gesteht das Geburtstagskind, das derzeit außerdem an einem Buch über die gemeinsamen Jahre mit Roland Neudert schreibt.

In der Publikumsgunst ganz oben

Petra Kusch-Lück kann auf eine beeindruckende Fernsehkarriere zurückblicken. Am 7. Oktober 1969 stand sie zum ersten Mal vor der Kamera. Sie gehörte zu der Reihe neuer Ansagerinnen, die das DDR-Fernsehen damals für sein zweites Fernsehprogramm engagiert hatte. Das zusätzliche Programm wurde zum 20. Jahrestag der DDR-Gründung gestartet. Bis 1972 arbeitete Kusch-Lück noch parallel in ihrem alten Beruf als Krankenschwester. Dann arbeitete die gebürtige Berlinerin nur noch fürs Fernsehen und durfte 1980 zum ersten Mal den "Kessel Buntes", die beliebte Samstagabendshow im DDR-Fernsehen, moderieren. Die Zuschauer erlebten sie nun auch singend und tanzend. Acht Mal in Folge wählten sie die Leser der Programmzeitschrift "FF dabei" zum Fernsehliebling in der DDR. Und das Publikum krönte Kusch-Lück im Jahr 2007 zur beliebtesten deutschen Fernsehansagerin.

Zu dieser Zeit hatte sich die blonde Frohnatur schon längst wieder auf die Bildschirme im vereinten Deutschland gearbeitet. Mit der Einstellung des zurückbenannten Deutschen Fernsehfunks (DFF) in der Nacht zum 1. Januar 1992 hatte auch Kusch-Lück ihre Kündigung erhalten. Wenige Jahre später kehrte sie zurück - mit der Moderation einzelner Shows, vor allem aber mit der "Musikantenscheune" (1995-2003) bei ORB/RBB und ARD sowie der Geburtstagsshow "Alles Gute" (1997-2011) im MDR FERNSEHEN. Letztere Sendung zählt Kusch-Lück zusammen mit dem "Kessel Buntes" zu ihren Lieblingssendungen.

Petra Kusch-Lück 3 min
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Ansagerinnen in der DDR hatten eine journalistische Ausbildung und Sprecherziehung, erzählt Petra Kusch-Lück in einer Runde der prominenten DDR-Ansagerinnen.

MDR FERNSEHEN Mi 03.10.2007 20:15Uhr 02:31 min

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(dpa/pkl)

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Die lange Nacht zum Muttertag | 13.05.2017 | 22:45 Uhr